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Island: "Ýruskjóttur": Warum dieses Pony etwas ganz Besonderes ist

Das Islandpony Ellert hat einen eigenen Instagram-Account. Aufgrund seines Aussehens ist er eine tierische Sensation.

Islandpferd

Einmalige Fellfarbe: Das Islandpony Ellert hebt sich von seinen Artgenossen ab.

Island: das heißt weite Felder, schneebedeckte Berge, Vulkane, warme Quellen – und Pferde. Selbst wer kein Tierliebhaber ist, hat schon von den kuscheligen Einwohnern des Landes gehört oder sie auf einem Werbeplakat gesehen. Die Ponys stehen so symbolisch für das Land wie Vikinger.

Das könnte vielleicht auch daran liegen, dass sie die Insel schon genauso lange bewohnen. Und die menschlichen Isländer legen viel Wert auf ihre Begleiter: Seit über 1000 Jahren werden die Ponys reinrassig gezüchtet. Daher gibt es auch nur bestimmte Fellfarben. Aber dann kam Ellert.

Neuer Look durch Genmutation

Der Hengst wurde mit weißen Sprenkeln auf dem Fell geboren. Eigentlich nichts besonderes, wenn da nicht die Genetik wäre. "Es ist nicht möglich, diese sogenannten Pinto-Farben von zwei einfarbigen Eltern zu bekommen", sagte sein Züchter Baldur Eiðsson bei CNN. Typischerweise sind Islandpferde Füchse, Rappen oder Braune, haben häufig eine dunkle Mähne und dunkle Socken an den Beinen. Es kommen aber auch Schimmel oder gescheckte Pferde vor. Nur eben nicht so wie bei Ellert. 

"Was Ellert so besonders macht, ist, dass seine Fellfarbe nur bei ihm und seinen Nachkommen vorkommt", sagt Freyja Imsland, eine Gen-Expertin. Ellerst Züchter machten sogar einen Gentest, um festzustellen, ob die beiden einfarbigen Isländer wirklich seine Eltern waren. Das ist zwar so, aber scheinbar hat das Pony eine Gen-Mutation, die Ursache für sein einmaliges Aussehen ist. Daher bekam sein Look auch einen eigenen Namen: "Ýruskjóttur", isländisch für "Fleck". Seit Juli diesen Jahres können Pferdefans und Züchter das Leben von Ellert auch auf seinem Instagram-Account verfolgen.

Island hat sehr strenge Regularien, wenn es um die Züchtung und den Export seiner Pferde geht. Die ersten Tiere kamen mit der Besiedlung im 9. und 10. Jahrhundert auf die Insel. Schon in dieser Zeit wurde ein Importverbot für andere Pferderassen erlassen – Isländer sind damit die reinste Pferderasse der Welt. Denn auch für Exporte gilt: Hat ein Pferd einmal die Insel verlassen, darf es nie wiederkommen. So soll die Einfuhr von Krankheiten vermieden werden, die der Rasse gefährlich werden könnten.

Reinste Pferderasse der Welt

Die Domestizierung der Tiere hat wahrscheinlich über die Jahrzehnte zu einer Veränderung der Fellfarben geführt, vermuten Experten. "In der Wildness waren sie perfekte Beute für Raubtiere, deshalb brauchten sie Tarnfarben", sagt Freya Imsland. Als Nutztiere und in der Sicherheit des Menschen, hätten sich dann auch andere Farben entwickelt.

Ellerts besondere Fellfarbe ist bei Züchtern in ganz Island gefragt. Er hat mittlerweile fünf Nachkommen, die auch weiße Sprenkel haben. Ob sich diese Farbgebung jedoch langfristig durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.

lau
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.