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Alleine am Ende der Welt: NEON-Traumziel: Darum müsst ihr unbedingt ... auf die Lofoten!

Traumhafte unberührte Natur, weiße Sandstrände, steil aus dem Wasser ragende Felsen und azurblaues Meer. Nur eben nördlich des Polarkreises. Was man auf den Lofoten alles machen kann? NEON ist euer Guide.

Lofoten

Reine auf der Insel Moskenesøy ist eines der beliebtesten Postkartenmotive der Lofoten

Unsplash

Seid ihr bereit für eine Inselkette, die vielfältiger nicht sein kann? Ob du mit deinem Liebsten in der Natur entspannen willst oder mit Freunden auf Outdoor-Tour bist, die 80 kleinen Inseln geben mehr her, als man auf den ersten Blick denkt. Die Lofoten liegen auf dem 68. Breitengrad und sind damit 100 bis 200 Kilometer über dem nördlichen Polarkreis. Mit 24.000 Einwohnern und verhältnismäßig wenig Touristen hat man, am doch recht nahen Ende der Welt, viel Natur für sich.

Hinkommen: Auto, Schiff, Zug oder Flugzeug. Vor allem im Sommer fliegen mehrere Gesellschaften zu günstigen Preisen in den Norden. Mit dem Flugzeug ist man, beispielsweise von Hamburg aus, in gut 4 Stunden in Bodø, einer kleinen Stadt auf dem norwegischen Festland. Hier könnt ihr euch relativ günstig ein Auto mieten und los geht es mit der Fähre nach Moskenes. (Kleiner Tipp: Immer schön aufs Wasser schauen, so kann man sich, mit viel Glück, eine Whale-Watching-Tour sparen.) Von hier aus lohnt es sich, noch ein kleines Stück nach Süden zu fahren. Nach Å. So heißt das kleine Fischerdorf auf einer der südlichsten Inseln. Von hier aus kann man sich mit dem Mietwagen, Wohnmobil oder als Tramper von Süden nach Norden vorarbeiten und so eine kleine Rundreise zurück nach Bodø starten. Verfahren könnt ihr euch praktisch nicht: Es gibt nämlich nur eine Straße. Die E10 führt euch über die malerischsten Orte der Strecke.

Die Karibik des Polarkreises

Die besten Tipps: Lasst euch Zeit! Jede Insel ist anders und sollte bis zum Gehtnichtmehr ausgekostet werden. Die südlicheren Inseln Moskenesøya und Flakstadøya sind rau und wild. Viel Platz zum Bauen haben die Bewohner nicht, weshalb viele der Häuser auf Stelzen im Meer stehen. Weiter nördlich auf Vestvågøy und Austvågøya ist das Klima milder, die Landschaft wird feuchter und ähnelt fast schon irischen Hochgebirgslandschaften. (Achtung Mücken!) Für einige abgelegene Fjorde lohnt es sich die E10 zu verlassen und mehrere Stunden Umweg in Kauf zu nehmen. Der Nusfjord zum Beispiel bietet ein malerisches Ausflugsziel.

Rumkommen: Die Lofoten sind ein Schlaraffenland für Naturfans ganz egal, ob ihr surfen, wandern oder einfach nur in einem einsamen Fjord sitzen und die Aussicht genießen wollt. Die unberührte Natur sucht ihresgleichen. Bisschen Kultur? Ein besonderes Museum ist das Wikingermuseum in Borg. Hier wurde ein Wikingerlanghaus originalgetreu nachgebaut. Für Tierfans: Das ganze Jahr über kann man auf den Lofoten Whale-Watching-Touren machen. Von Oktober bis Januar treibt der Golfstrom riesige Heringsschwärme in die nördlichen Gewässer und damit auch Orkas und Buckelwale. Die großen Pottwale aka Moby Dicks leben das ganze Jahr über im warmen Golfstromwasser der Lofoten.

Alleine am Ende der Welt: NEON-Traumziel: Darum müsst ihr unbedingt ... auf die Lofoten!
Lofoten

Reine auf der Insel Moskenesøy ist eines der beliebtesten Postkartenmotive der Lofoten

Unsplash

24 Stunden Sonne

Mitbringen: Im Sommer die Schlafmasken nicht vergessen! Stichwort: Mitternachtssonne. Von Mitte Mai bis Mitte Juli geht die Sonne nicht unter. 24 Stunden Sonne bei angenehmen 25 Grad, dem Golfstrom sei Dank. Ohne das warme Wasser aus dem Süden, wären die Lofoten wohl unter einer dicken Eisschicht begraben. Outdoorkleidung ist dennoch auch im Sommer ein Muss. Wir befinden uns immer noch nördlich des Polarkreises und ihr müsst auch in den drei Sommermonaten mit Temperaturschwankungen rechnen. Im Winter heißt es: Dick einpacken, denn die Temperaturen sinken hier auf -15 Grad. Aber das Bibbern wird mit atemberaubenden Nordlichtern belohnt.


Essen gehen:
Ihr müsst unbedingt Stockfisch probieren. Klinkt ekelhaft, riecht ekelhaft, schmeckt so mittel. Aber durch Landschaften voller Tørrfiskgestelle mit getrockneten Fischköpfen zu fahren, ohne diese auch einmal probiert zu haben, wäre ja auch eine kleine Sünde. Wir empfehlen dazu Wodka. Allgemein ist Norwegen recht teuer und die Supermarktdichte auf den Inseln ist recht dünn, daher empfehlen wir für Selbstversorger eine große Shoppingtour in Bodø, bevor es auf die Fähre geht.

Unterkommen: In Norwegen gilt das "Allemannsretten", das Jedermannsrecht. Campen ist hier überall erlaubt. Natürlich nicht ohne Regeln: Klar, Müll immer mitnehmen, der Natur keinen Schaden zufügen und alles so hinterlassen, wie ihr es auch auffinden wollt. Fürs Campen ist wichtig: Immer 150 Meter zum nächsten bewohnten Haus Abstand halten, dies gilt auch für parkende Autos oder Wohnmobile. Aber auch Hostels und Ferienwohnungen gibt es auf den Lofoten zur Genüge.