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Meinung

Zum Tag der Jogginghose: "Die Jogginghose hat mein Leben verändert" – Die Geschichte einer späten Liebe

Lange hat unser Autor Jogginghosen mit Missachtung gestraft. Bis er mit 42 das erste Mal eine anzog. Nun kann er sich ein Leben ohne seine Feierabend-Hose kaum noch vorstellen.

Tag der Jogginghose

Der Spruch von Karl Lagerfeld über Jogginghosen ist so bekannt, dass ich ihn hier nicht wiederholen muss. Und lange habe ich auch auf Herrn Lagerfeld gehört – zu lange. Kurz vor meinem 42. Geburtstag fühlte ich mich charakterlich so gefestigt, dass ich dachte: "Ein wenig Kontrollverlust ist vielleicht auch nicht schlecht." Immerhin ist dies das Lebensjahr, in dem ich die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest finden würde.  

Also habe ich es gewagt: Ich wünschte mir von meinen Freunden zum Geburtstag eine Jogginghose. Signalgrau, ein Logo meines liebsten Hamburger Zweitligisten (nicht der HSV!) eingestickt und mit breitem Bund, damit mein Waschbärbauch auch nicht eingezwängt wird. Sieben Monate später stehe ich fassungslos da. Warum erst mit 42? Warum nicht mit 32? Oder noch besser: mit 22? Nun, natürlich haben sich auch die Zeiten geändert. Ich hätte nie mit 22 in Jogginghose aus dem Haus, geschweige denn zur Uni gehen können.  

Tag der Jogginghose: "Es ist Feierabend"

Das erste Mal, dass ich in meiner Jogginghose das Haus verlassen habe, war – ausgerechnet – beim Wegbringen des Leerguts. Das fiel mir aber erst auf, als ich mit meinem Kasten Bier und einer großen Tasche voller klappernder Flaschen auf die U-Bahn wartete, um eine Station zum Supermarkt zu fahren. "Das ging ja schnell mit der Kontrolle über mein Leben", dachte ich, als ich an mir herunterschaute. Klischee erfüllt.

Mit Pfandgut: Unser Autor wagt sich zum ersten Mal in Jogginghose in die Öffentlichkeit

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Die Jogginghose ist aber auch viel mehr als ein bequemes Kleidungsstück. Wenn ich sie trage, signalisiert sie mir: Es ist Feierabend, entspann dich, sei ganz du selbst! Es ist mir im Nachhinein völlig unverständlich, wie ich jahrzehntelang in Jeans auf meiner Couch sitzen konnte. In derselben Hose, die ich auch in der Uni oder später im Büro getragen hatte. Wie sollte ich da wirklich realisieren, dass der Arbeitstag zu Ende ist?  

Nach nur sieben Monaten hat die Jogginghose mein Leben verändert. Wenn ich nach Hause komme und nicht mehr los muss, heißt es sofort: Jeans aus, Jogginghose an! Zum Glück wohnen Freunde bei mir in der Straße, die manchmal sogar verlangen, dass ich Jogginghose trage, wenn ich zu ihnen rüberkomme. Den Gefallen tue ich ihnen doch gerne.  

"Ich brauche eine zweite Jogginghose"

Nur leider hat die Hose durch das häufige Tragen schon gelitten. Sie ist an der Innenseite nicht mehr so schön flauschig wie zu Beginn. Und auch an der Außenseite hat sie schon diese feinen Knötchen, die auf Abnutzung hinweisen.  

Klarer Fall: Ich brauche eine zweite Jogginghose, damit meine erste weniger leidet. Aktuell denke ich über eine in Schwarz nach. Mit fettem Metallica-Schriftzug auf einem Bein. Modell Vollproll – wenn schon, denn schon. Was wohl Karl Lagerfeld dazu sagen würde?

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Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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