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Am Ende gibt's ein Happy End: Oma outet homosexuellen Onkel: Bei dieser Familie verläuft Weihnachten anders als erwartet

Es ist eine etwas andere weihnachtliche Familiengeschichte. In den Hauptrollen: die Oma, der Onkel und Herbert. Und weil die Story ein schönes Ende nimmt, verbreitet sie sich auf Twitter viral.

Tweet über Weihnachten

Dieser Tweet sammelt Tausende Likes und Shares – er erzählt von einer etwas anderen Weihnachtsgeschichte ...

neon.de

Die lieben Verwandten und das alljährliche Weihnachtsessen – es ist für viele Menschen eine unendliche Geschichte. Jedes Jahr fragt man sich kurz vor dem Fest, wie die Feiertage wohl so werden. Weil man nie ganz genau weiß, wie sich der eine oder andere Verwandte benimmt.

Völlig anders als erwartet hat sich der Heiligabend bei Twitter-Nutzerin AryliaCalaith entwickelt, die die etwas andere Weihnachtsgeschichte erlebte. Sie eröffnet ihren Bericht mit diesem Ausgangstweet, um im darauffolgenden Thread die ganze Story zu erzählen:

Sie berichtet von ihrer 97-jährigen Oma, die den beinahe 70-jährigen Onkel als homosexuell outete: "Du suchst doch gar keine Frau, du hast doch den Herbert", sagte sie unterm Weihnachtsbaum.

Der Onkel habe zuerst entrüstet reagiert: "Der Herbert kommt doch nur, um dich zu besuchen."

Doch dann legte die Oma los. Wir zitieren AryliaCalaith: "Erzähl mir nix, der kommt doch nicht, um eine fast 100-Jährige zu besuchen, die nix mehr hört. Und jetzt zier dich nicht so, wissen doch eh schon alle. Das Kind (*ich, ich werde bald 40) weiß es, seit es 10 ist. Nur du, du weißt nix."

Unangenehme Situation für den Onkel – zumindest für einen Moment

Für den Onkel war die Situation unangenehm. Natürlich war sie das. Also schwieg er zuerst, ehe er sagte: "Das geht ja auch keinen was an."

Dem wollte die Oma nicht widersprechen und sagte dann die Sätze, die sehr gut zum Weihnachtsfest passten, weil sie damit zum Ausdruck brachte, dass es ihr schlicht und einfach völlig egal ist, ob er hetero- oder homosexuell ist: "Darum hat ja auch nie einer was gesagt. Aber ich bin jetzt zu alt und das wird mir zu dumm. Und der arme Herbert sitzt viermal die Woche hier und weiß nicht, was er sagen soll. Brauchst dich auch nicht wundern, wenn der dir davon läuft. Und so einen musst du dann erst wieder finden."

Die Twitterin platzte vor Stolz. "Ich feiere meine Oma gerade so hart. Und nächstes Jahr feiern wir Weihnachten dann MIT Onkel Herbert", schrieb sie. 

Der Wunsch wurde schneller erfüllt als gedacht. Sie twitterte nämlich kurze Zeit später ein Update: "Mein Onkel hat ein paar Eierlikör gebraucht um klar zu kommen und hat dann den Herbert angerufen, der dann auch tatsächlich noch vorbei kam. Jetzt ist die Stimmung super, alle lachen und meine Oma sitzt sichtlich zufrieden mit sich selbst in ihrem Sessel."

Erzählung verbreitet sich schnell viral

Wie so oft in sozialen Netzwerken können wir als Journalisten nicht wissen, ob die Geschichte wirklich so stattgefunden hat. Wir können der Autorin in diesem Fall nur Glauben schenken – und tun das, weil sie selbst glaubhaft versichert, dass sie völlig überwältigt von den vielen Reaktionen ist. "Mit einer so großen Resonanz hab ich aufgrund meiner eher bescheidenen Followerzahl nicht gerechnet. Ehrlich gesagt überfordert mich das gerade ein wenig", schrieb sie einige Stunden später.

Denn: Ihre Erzählung verbreitete sich in Windeseile viral. Weit über 1000 Retweets und mehr als 8.000 Likes sammelte allein ihr erster Tweet innerhalb von 15 Stunden – und die Zahlen steigen immer weiter an. Verwunderlich ist das nicht. Schließlich ist das eine der kuriosesten Familiengeschichten zu Weihnachten, die man in den sozialen Netzwerken lesen konnte. Mit einem wunderschönen Happy-End.

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