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Darf der das?: Tochter ruft Polizei, nachdem der Vater ihr das Handy weggenommen hatte

Eine 16-Jährige hat in Ohio die Polizei alarmiert, weil ihr Vater ihr Smartphone vorübergehend konfisziert hatte. Das Vertrackte daran: Der Vater hatte nicht für das Handy bezahlt. Doch spielt das eine Rolle?

Eine junge Frau fotografiert mit ihrem Smartphone

Auch wenn sich eine Minderjährige ihr Handy selbst gekauft hat – die Rechte daran behält der Vater

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Manchmal helfen Worte nicht mehr, das werden wohl alle Eltern schon mal festgestellt haben. Dann müssen Taten her. Seit die körperliche Züchtigung glücklicherweise bei den meisten aus dem Erziehungskatalog verschwunden ist, versuchen viele Eltern, ihre Kinder dort zu disziplinieren, wo es ihnen am meisten wehtut. Das ist – je nach Alter – heutzutage meist der Hausarrest, dann die Taschengeldkürzung und bei Teenagern eine Smartphone-Auszeit.

Diese Erziehungsmethode bescherte einem Vater aus der Stadt South Euclid im US-Bundesstaat Ohio Besuch von der örtlichen Polizei. Seine 16-jährige Tochter hatte den Notruf 911 gewählt, nachdem ihr Vater aus nicht näher bekannten erzieherischen Gründen ihr das Handy weggenommen hatte. Das berichtet die Polizei South Euclid in einem Facebook-Beitrag.

On 01/12/2019 1336 hours: Officers were dispatched to Plainfield Rd for a Theft report. Upon arrival, the 16 year old...

Gepostet von South Euclid Police Department am Samstag, 12. Januar 2019

Vater konfisziert Handy – Tochter wählt den Notruf

Demnach wurden die Beamten aufgrund eines Diebstahls zu Hilfe gerufen. Der lokale Fernsehsender "WDTN" veröffentlichte auf seiner Website Ausschnitte aus dem Notruf sowie dem Besuch der Polizisten, der von Bodycams aufgezeichnet worden war. "Mein Vater hat mein Eigentum genommen, mein 800 Dollar teures Handy, das ihm nicht gehört. Er hat es nicht gekauft", sagte die Tochter am Telefon. Das Handy habe sie sich selbst gekauft. Dass Eltern ihren Kindern Sachen vorenthalten dürfen, ist klar – aber auch solche, für die sie selbst nicht bezahlt haben?

Für die Polizisten stellte sich der Fall beim Ortsbesuch aber sehr klar da. "Alles, was du besitzt, gehört deinem Vater und deiner Mutter", erklärte ein Officer dem Mädchen. "Ein Handy zu haben ist kein Recht – es ist ein Privileg." Das wollte die 16-Jährige zwar nicht so recht einsehen, musste sich der Gesetzeslage (und den Gesetzeshütern) letztendlich aber doch fügen. Die Polizisten hätten ihr empfohlen, die Regeln ihres Vaters zu befolgen, wenn sie ihr Handy zurückhaben wolle, heißt es in dem Facebook-Post der Polizei.

Noch scheint es nicht soweit zu sein. Er habe das Handy immer noch, erzählte ihr Vater "WDTN": "Wenn sich ihr Verhalten bessert, bekommt sie es auch wieder zurück." Für seine konsequente Erziehung bekommt er unter dem Facebook-Beitrag der Polizei viel Zuspruch. "Gut gemacht! So bringt man seinen Kindern Verantwortungsbewusstsein bei", schreibt beispielsweise ein Kommentator.

Quellen: South Euclid Police Department auf Facebook, "WDTN"

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.