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Kommentar

Zugemüllter Park in Hamburg: Wie widerlich seid ihr eigentlich? Räumt euren Müll weg!

Wenn die Grillsaison wieder startet, hängt der Qualm der Billig-Grills über den Parks in den Großstädten. Was bleibt, ist jede Menge Müll. Und zwar nicht in der Tonne, sondern im ganzen Park verteilt. Geht's noch? 

Müll

Pullen, Plastik, Papier: Seid ihr zu faul, euren Müll wegzuräumen?

Dass die Deutschen keine Ahnung vom Grillen haben, zeigt sich am Müllberg, der sich rund um die Mülltonnen der Parks in der Großstadt türmen. Exemplarisch dafür ist die Michelwiese am Hamburger Hafen: aufgerissene Verpackungen von mariniertem Hühnchen und Schweinefleisch, Einweggrills, Plastikbesteck, Pappteller, Kartons, Tüten. Und das alles nicht in der Mülltonne, sondern um sie herum. Geht's euch noch gut?

Führt ihr euch Zuhause etwa auch so auf? Oder kehrt ihr gern an einen Ort zurück, der vollständig vermüllt ist? Vielleicht aber habt ihr einfach nicht mehr das Loch der Mülltonne getroffen. Schließlich befinden sich im Müllteppich auch etliche Flaschen Wein, Sekt und sogar Whisky. Hauptsache der Abend war gut.

Die Stadt Hamburg bereitet sich gerade auf den alljährlichen Hafengeburtstag vor. Nur wenige Meter von der Elbe entfernt, sieht unsere schöne Stadt aber eher aus wie eine Müllkippe. Nur, weil ihr zu faul seid, euren Müll wieder mitzunehmen? Ihr bringt doch schon alles in Tüten mit, wieso nehmt ihr euren Dreck nicht einfach wieder mit und schmeißt ihn Zuhause weg? Wo ist euer Gewissen, eure Verantwortung, euer Bewusstsein? 

Eigentlich war die Hamburger Michelwiese mal ganz schön ...

Eigentlich war die Hamburger Michelwiese mal ganz schön ...

Es ist eine Sache, dass euch herzlich egal ist, was auf eurem Grill landet. Schließlich ist es euer Körper, in den ihr minderwertiges Fleisch aus Massentierhaltung, für das Tiere qualvoll leiden mussten, hineinstopft. Oder aber Saucen und Fertigsalate, die voll von Konservierungs- und Zusatzstoffen sind. Aber müsst ihr dann auch noch so egoistisch sein, und einen schönen grünen Park so voll müllen? Oder ist dies ein symbolisches Bild dafür wie es in eurem Inneren aussieht? Ihr lasst euch gehen, ihr habt eigentlich schon aufgegeben, ihr vermüllt.

Zwischen der bekanntesten Kirche Hamburgs, dem Michel, und dem Gruner+Jahr-Gebäude, in dem auch der stern publiziert wird, gibt es bislang noch eine ausgewiesene Grillfläche. Für nur 50 Cent kann man den Elektrogrill anwerfen und sein selbst mitgebrachtes Grillgut brutzeln. Früher haben wir das sogar in der Mittagspause gemacht, aber irgendwie hat sich die Michelwiese verändert. Zur Müllkippe. Außer ihr übernehmt endlich Verantwortung für euch und eure Umwelt, und räumt euren Müll selber weg. 

Mareike Huhn will das Paradies retten
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?