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Komplizierte Welt: Hilfe, meine Freundschaften sterben! Was du tun kannst, um alte Freunde zu behalten

Verschiedene Städte, ein neuer Job, eine neue Beziehung – wenn der Alltag in den Weg gerät, kann es passieren, dass eine gute Freundschaft zu zerbröseln beginnt. Aber wie verhindert man das? NEON erklärt, wie ihr Freundschaften richtig pflegt.

Von Christoph Koch

Zwei Freundinnen auf eine Feldweg

Freundschaften pflegen will gekonnt sein – wir erklären, wie es am besten geht (Symbolbild)

Unsplash

Freundschaften zu halten, ist keine leichte Sache. Man zieht in eine neue Stadt und die Wege trennen sich. Man selbst ist single, andere bekommen Kinder und plötzlich gehen die Interessen auseinander. Man hat mehr denn je im Job zu tun und es bleibt kaum Zeit für Verabredungen. So kompliziert der Alltag auch ist, wir erklären wir ihr eure Freundschaften trotzdem pflegt. 

Was tun, damit die Freundschaft nicht einschläft?

Gerade über die Distanz zerbröseln viele Freundschaften so langsam, dass man es erst merkt, wenn es zu spät ist. Deshalb ist es wichtig, dass du dich früh drum kümmerst. Das Wichtigste ist Routine. Auch wenn es sich spießig anfühlt: Legt eine Zeit fest, zu der ihr jede Woche telefoniert. Oder skypt, facetimt, was auch immer.

Und wer erinnert mich daran?

"Real Connection" zum Beispiel. Die App ermöglicht es dir, verschiedene Freunde aus deinen Telefonkontakten auszuwählen, bei denen du dich regelmäßig melden willst, und erinnert dich daran, in vorgegebenen Abständen anzurufen. Die Uhrzeiten kannst du selbst einstellen. "Real Connection" nutzt sogar Abzeichen und andere Gamification-Tricks, um dich zu motivieren, die Anrufe, an die sie dich erinnert, dann auch wirklich zu machen.

Kann mir Social Media helfen?

Klar! Jeden Tag einen lustigen Snap zu schicken ist besser als nichts. Aber vieles geht im digitalen Rauschen ja auch unter. Darum ein paar Tricks: Wenn du das Gefühl hast, die Tweets deiner besten Freunde ständig zu verpassen, kannst du sie in eine eigene (private) Twitterliste packen und dort regelmäßig reinschauen statt in den großen Stream. Und wenn du sichergehen willst, dass deine besten Freunde in der Ferne sehen, was du auf Instagram oder Facebook postest, kannst du sie taggen.

Sind Treffen dann überflüssig?

Im Gegenteil. Der Freundschaftsforscher Robin Dunbar sagt etwa, Zeit von Angesicht zu Angesicht sei für Freundschaften elementar bei Männern noch wichtiger als bei Frauen: "Männer müssen sich ab und zu treffen, sich betrinken und ihre Köpfe gegen Bäume schlagen, wenn ihre Freundschaft sich nicht langsam in Luft auflösen soll."

Dieser Artikel ist erstmals in der NEON-Ausgabe 08/2017 erschienen.

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heft/gho
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