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"Chris, wir müssen reden!" Mit dieser Graffiti-Aktion sucht eine schwangere Frau nach dem Vater ihres Kindes

Australien: So sucht eine schwangere Frau nach dem Vater ihres Kindes
So suchte eine schwangere Frau aus Australien nach dem Vater ihres Kindes
© Frankston Community Noticeboard / Facebook
Eine schwangere Frau aus Australien hatte offenbar genug davon, dass sich der Vater ihres Kindes nicht bei ihr meldet. Deshalb hinterließ sie an mehreren Orten der Stadt Frankston eine Graffiti-Botschaft an ihn.

Im australischen Frankston, einem Vorort von Melbourne, rätselten die Bewohner in den vergangenen Tagen: Wer ist Chris – und was hat er gemacht? Der Grund dafür war eine Graffiti-Botschaft in lila Krakelschrift, die mehrfach in der Stadt zu lesen war: "Chris, wir müssen reden, bevor das Baby da ist – oder du brauchst dich, erst gar nicht mehr zu melden."

Offenbar wollte eine schwangere Frau, dass der Vater ihres gemeinsamen Kindes, Chris, sich bei ihr meldete. Dafür hatte sie die halbe Vorstadt mit dieser Nachricht vollgesprayt. Die lokale Facebook-Seite "Frankston Community Noticeboard" bat Chris deshalb, sich zu melden, bevor die werdende Mutter die Stadt noch zerstöre. "Chris, kannst du sie bitte kontaktieren", heißt es im Posting, in dem auch mehrere Fotos der Tatorte gezeigt wurden.

Australien: Polizei hat mutmaßliche Täterin geschnappt

Fast drei Millionen Menschen erreichte der Beitrag. Wirklich geholfen hat es nicht. Chris wurde nicht ausfindig gemacht, oobwohl die meisten User einen Chris, den sie kannten, in den Kommentaren markierten. Allerdings habe die Polizei inzwischen die mutmaßliche Täterin gefasst, wie die australische Nachrichten-Seite "news.com" berichtet. Demnach handele es sich um eine 36-Jährige Frau, die sich im Dezember dieses Jahres nun wegen Sachbeschädigung und Vandalismus vor Gericht verantworten müsse.

Ihre Botschaften konnten in der Zwischenzeit wieder entfernt werden, wie Frankstons Bürgermeister Cr O'Reilly gegenüber "ABC News" bekanntgab: "Der Gemeinderat hat schnell gehandelt und das Graffiti an den betroffenen Orten entfernt." Für die Zukunft hoffe er, dass Chris und die mutmaßliche Täterin ihre Probleme in den Begriff bekommen – und einen anderen Weg finden, miteinander in Kontakt zu treten.

Quellen: "news.com.au" / "ABC News"

rpw

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