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Der NEON-3er: Aus dem Leben eines Escorts - wenn der heimliche Hausbesuch abrupt endet

Escort Patrick kommt zu einem Kunden nach Hause. Pure Vorstadtidylle, der Mann, der ihn für Sex bezahlt, hat eine Frau und drei Kinder - und der Hausbesuch verläuft anders als geplant.

Von Pascal Schaefers

Als Escort weiß man nie, was einen beim Kunden erwartet (Symbolbild)

Als Escort weiß man nie, was einen beim Kunden erwartet (Symbolbild)

Ein frei stehendes Haus über einer Bäckerei. Max, Ende 30, öffnet mir die Tür: "Hallo, du Schönling!", sagt er, "komm rein, wir haben sturmfrei." Hinter der Tür sehe ich weiße, mehlbestäubte Hosen. "Dir gehört die Bäckerei?", frage ich. Max nickt und steckt mir die vereinbarten 150 Euro zu.

Ich stehe mitten in der Vorstadtidylle. Das Klingelschild am Eingang hinter dem Haus, die Petunien im Hausflur, der Geruch nach Omas Keller. Früher fuhr Max quer durch Europa zu Technofestivals, dann ermahnte ihn seine Frau zur Ruhe. "Jetzt haben wir drei Kinder, und sie weiß nichts von meiner Lust auf schöne Männer." Er greift mir ans Bein. Wir lächeln uns an. "Habt ihr Sex?", frage ich. "Sehr schönen sogar, aber ich will nichts verkomplizieren." Dann sagt er: "Ich hätte gerne, dass du mich von hinten nimmst und dir dabei einen schönen Hetero-Porno anschaust."

"Wir müssen dich hier wegbekommen"

Er breitet ein Handtuch aus, setzt sich auf die Bettkante und beginnt mich zu blasen. Der SlowMotion-Porno läuft. Max klettert ins Bett. "Sei vorsichtig, ich werde nicht so häufig bestiegen." Er kniet auf dem Bett. Ich hole ein Kondom aus der Packung, als er sich plötzlich umdreht: "Meine Frau!" Ich zucke zusammen, höre auch das Auto. "Wir müssen dich hier wegbekommen", ruft Max. Blitzschnell ziehe ich meine Shorts und T-Shirt an, zum Glück ist Sommer. "Geh durch die Tür, da ist eine Wendeltreppe, direkt rechts unten versteckst du dich im Kühlraum. Kein Licht anmachen!"

Ich tappe vorsichtig im Halbdunkel nach unten und öffne die Kühltür. Ich habe Angst, beruhige mich aber. Ich tue ja nichts Verbotenes, er betrügt sie schließlich. Aber geschehen in solchen Szenarien nicht auch Morde? Vorsichtig setze ich mich auf einen Behälter, den ich beim Hereintasten gefühlt hatte. Es ist stockdunkel und riecht intensiv nach Hefe. Mein Herz klopft.

Nach einigen Minuten öffnet sich die Tür. Max steht dort, wieder angezogen, er hält sich den Finger vor den Mund, damit ich still bin. Wir gehen durch eine andere Tür raus und stehen plötzlich im Verkaufsraum.

Er beginnt, Brötchen und Plundertaschen in Tüten zu stecken

"Uff, das hätten wir geschafft", sagt Max. Er schwitzt und lächelt. "Ich musste eh noch mal runter und aufräumen. Hier können wir reden, oben hört man nichts vom Kundenbereich. Es tut mir so leid, dass ich dich da mit reingezogen habe. Das nächste Mal im Hotel."

"Ist ja gut gegangen." Ich weiß nicht, was ich noch weiter sagen soll.

"Du wohnst in einer WG?", fragt Max dann. Er beginnt, Brötchen und Plundertaschen in Tüten zu stecken. Mit drei vollen Beuteln gehe ich erleichtert zur S-Bahn.

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