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Sexismus-Debatte: Studentin und Professor treffen sich auf Tinder – dann entbrennt eine hitzige Diskussion

Ein Schweizer Professor nimmt über Tinder Kontakt zu einer seiner Studentinnen auf – und löst damit einen Sexismus-Streit aus. Doch nicht nur der Mann wird kritisiert, sondern auch die junge Frau.

Eine Frau am Smartphone

Eine Studentin findet auf Tinder ihren Professor. Der Lehrbeauftragte reagiert – darf er das? (Symbolbild)

Getty Images

Ein Tinder-Match zwischen einem Dozenten und seiner Studentin entfacht in der Schweiz eine Sexismusdebatte. Eine Studentin entdeckt bei der Online-Dating-Plattform das Profilbild einer ihrer Lehrbeauftragten. Sie selbst saß schon bei ihm im Hörsaal und stimmt "aus Neugier" einer Kontaktaufnahme zu, berichtet die Aargauer Zeitung. Als daraufhin ein Match entsteht, gibt sie sich als seine Studentin zu erkennen und geht davon aus, die Sache sei beendet. Doch er schlägt vor, sich via Facebook weiter zu unterhalten. Erst danach bricht die Studentin den Kontakt ab.

Dürfen Dozenten Liebesbeziehungen mit Studenten eingehen?

Doch die flüchtige Bekanntschaft führt zu der grundsätzlichen Frage, ob Lehrbeauftragte Liebesbeziehungen mit Studenten eingehen sollten. Aus Sicht der Studentin hat der Dozent bereits eine Grenze überschritten, indem er nicht locker ließ.

Daraufhin erzählt die Studentin das Geschehen einer Bekannten. Für das Studentenmagazin "Spectrum" verfasst diese einen Kommentar mit dem Titel "Sex gegen Sechs", worin sie dem Dozenten vorwirft seine Machtposition gegenüber der Studentin auszunutzen. (In der Schweiz gilt die Sechs als beste Note; Anm.d.Red.) Die Tinder-Aktivität des Dozenten lasse sie daran zweifeln, dass alle Noten für akademische Leistungen vergeben würden.

Auch die Rolle der Studentin ist zu hinterfragen

Mit diesem Kommentar provoziert die Autorin scharfe Kritik. So äußert sich zu Gunsten des Dozenten der Strafrechts- und Rechtsphilosophieprofessor Alexander Marcel Niggli mit einem Essay zum "Moralischen Sexismus". Die Studentin sei es, die ihre Gleichberechtigung in Frage stelle, in dem sie sich als Opfer inszeniere. Sie sei es auch, die den Kontakt früher hätte unterbinden müssen, wenn sie kein Interesse gehabt hätte. Sein Argument: Wer Avancen selbst dort fürchte, wo er explizit dazu einlade, der lehne die Verantwortung für das eigene Verhalten ab. Mit Ironie schlussfolgert er: "Die moderne Frau darf heute auf die Suche nach Sex gehen, aber wenn sie ihn erhält, kann sie sich immer noch beklagen." 

Der grundlegende Unterscheid der Argumentationen liegt in der Machtfrage. Für sie bleibt das Machtverhältnis auf Tinder bestehen. Für ihn wird es aufgehoben, denn beide müssen erst einem Kontakt zustimmen. Der Integritätsbeauftragten der Universität Basel, Jeremy Sephenson, hat eine eindeutige Meinung: ""Wenn ein Lehrbeauftragter auf Tinder geht, begibt er sich auf Glatteis", sagt er. Und rät Lehrbeauftragte, solchen Annäherungen aus dem Weg zu gehen – auch wenn sie eine solche nicht als Problem einschätzen.

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gho
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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