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Sex-Psychopath oder große Liebe: Wie Tinder-Detektive Dating-Schwindler auffliegen lassen

Ein Wisch auf dem Smartphone und schon kann eine Single-Frau bei einem Sex-Psychopathen oder einem Ehemann auf Abwegen landen. Damit das nicht geschieht, gibt es nun professionelle Flirt-Spione.

Tinder-Detektive

Tinder-Detektive prüfen die Date-Kandidaten

Online Dating macht vieles einfacher. Man sucht unter Tausenden von Profilen aus und ein Wisch kann einem die Liebe des Lebens bringen. Anderseits kann man aber auch auf verrückte Sex-Freaks, Schwindler und Verbrecher reinfallen.

Beim Kennenlernen in freier Wildbahn spielt meist die eigene Gruppe eine Rolle – so dass man doch das eine oder andere über den auserkorenen Partner erfährt. Bei Tinder hingegen sieht man nur, was die andere Person selbst über sich behauptet. Aber wer weiß, ob das stimmt? Für diese knifflige Aufgabe gibt es nun Tinder-Detektive wie Julie Nashawaty. Auf die Marktlücke stieß die junge Frau durch eine eigene Online-Flirt-Erfahrung. Sie hatte einen Mann kennengelernt, beide texteten heiß miteinander, verbanden sich auf Snapchat. 

"Am Montag wollten wir uns treffen. Mir konnte es gar nicht schnell genug gehen", gestand sie dem "Independent". Aber dann startete sie eine kleine Online-Recherche und was kam heraus? "Dieser super-süße Typ, den ich in zwei Tagen treffen wollte, hatte eine Bank überfallen. Das war nicht einmal ein Jahr her!" Danach entdeckte eine Freundin, dass ihr Date zu Gewalttätigkeiten neigte. Er wäre fast ins Gefängnis gegangen, weil er mit einer zerbrochenen Flasche auf jemand losgegangen war.

Vom schlechten Tinder-Flirt zur Firmengründung

Für Nashawaty war damit klar, die Dating-Welt benötigt einen Dienst für professionelle Background-Checks. Denn im Netz lauern viele Gefahren. Zehn Prozent der Sexualstraftäter sollen Online-Dienste nutzen, drei Prozent der Online-Dater seien Psychopathen. Weniger schrecklich, aber viel verbreiteter sind andere Unwahrheiten. 51 Prozent der Dater sind in einer festen Beziehung, zwölf sogar verheiratet. Zehn Prozent sollen Betrüger sein. Und mehr als 80 Prozent flunkern bei ihren Angaben.

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Enttäuschungen vermeiden

Die meisten Schwindler entlarvt man nicht durch eine simple Google-Suche. Darum beschäftigt Julie Nashawaty auch Profis in ihrer Dating-Detektei Aste. "Wir haben hier Leute mit erprobten Methoden, wie man etwas über eine Person in Erfahrung bringt. Darum sind wir auch so schnell", sagt Nashawaty. Für eine Kundin konnte sie feststellen, dass ihr Date bereits verurteilt wurde, weil er nur die Nähe von Frauen suchte, um deren Kinder zu belästigen. So schlimm ist es nicht immer, aber fast jede zweite Anfrage bringt unangenehme Wahrheiten ans Licht. Am häufigsten kommt heraus, dass das Date überhaupt nicht an einer ernsthaften Beziehung interessiert ist, obwohl er das Gegenteil behauptet. Entweder, weil er verheiratet ist – neun Prozent – oder weil ihn in Wirklichkeit nur sexuelle Eroberungen interessieren – 16 Prozent. "Wir finden heraus, wo dein Partner sich online herumtreibt. Wir liefern die Profile aus sozialen Netzen, Vorstrafen – vor allem, wenn Sex-Delikte dabei sind. Und wir sammeln das Online-Feedback des Dates ein."

Am Ende müssen die Kunden selber wissen, welche Informationen sie selbst lesen wollen. Vielen solle es ausreichen, zu wissen, dass kein Deal-Breaker gefunden wurde. Die Checks basieren auf automatisierten Abläufen, darum berechnet Aste auch nur 23,5 Pfund pro Abfrage. Für eine Person, die nonstop datet, geht das natürlich auch ins Geld. Aber es ist weit billiger, als der Einsatz eines herkömmlichen Detektives. Das Geschäft brummt jedenfalls: "Unsere Firma läuft sehr gut, weil die Leute mitbekommen, dass wir ihnen helfen können. Vor unserem Dienst gab es keine Lösung für diese Probleme, die Leute sind richtig aufgeregt." Unmoralisch findet sie die Liebes-Spionage nicht. "Jeder hat das Recht auf unsere Hilfe, wenn er sich nach Liebe sehnt."

Kra
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.