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Stiftung Warentest Saug- und Wischroboter im Test: Wirklich gut saugen kann fast keiner

Ein Saugroboter spart Arbeitszeit.
Ein Saugroboter spart Arbeitszeit.
© Getty Images
Im neuen Saug- und Wischroboter-Check der Stiftung Warentest schnitten immerhin drei Roboter gut ab – aber keiner von ihnen saugt gut auf Teppichen. Auf Hartböden und beim Wischen stellen die Maschinen sich besser an.

Die Warentester haben sich wieder Reinigungsroboter vorgenommen. Getestet wurden reine Sauger und erstmals Kombigeräte, die Saugen und Wischen können.

Insgesamt wurden zwölf Roboter untersucht, davon acht mit Wischfunktion. Die Preise starten bei 278 Euro und enden bei fast 800 Euro. Generell kommen die Roboter besser mit Hartböden zurecht als mit Teppichen, auf ihnen saugte nur ein Gerät gut. Das Sauergebnis auf Teppichen reichte den Tester nicht. Hier schafft nur der AEG RX9-2-4ANM ein gutes Ergebnis. In der Gesamtnote kam das Gerät nur auf ein befriedigend.

Dreimal gut

Von den Kombigeräten schnitten der Roborock S6 MaxV für 500 Euro und der Rowenta X-Plorer Serie 95 für 760 Euro mit gut ab, von den reinen Saugern kam nur der iRobot Roomba i3+ für 630 Euro auf eine gute Note. Die Preise sind nur Anhaltspunkte. Bei Saugrobotern sind zeitlich befristete Sonderrationen üblich, das Gerät von Rowenta gibt es aktuell für 615 Euro anstatt der genannten 760 Euro. Von iRobot gab es gerade den neueren i4+ mit Absaugstation für 420 Euro. Den Roborock S6 MaxV konnte man für 370 Euro bekommen.

Von den Testsiegern besitzen der Roborock S6 MaxV und der Roomba i3+ eine Basisstation, die den Dreck aus den kleinen Robotern absaugt und in einem großen Beutel deponiert. Hier muss man sich sehr viel seltener die Finger schmutzig machen. Mit Station können Roboter wochenlang ohne Eingriff saugen. Wer die Wischfunktion nutzen will, muss übrigens jedes Mal anpacken und sich an Wassertank und Wischvlies zu schaffen machen. Die Rundum-Sorglos-Philosophie der Sauger gibt es hier nicht.

Testumgebung

Sowohl der Saug- wie auch der Wischtest finden in einer idealisierten Umgebung statt. Die Roboter wurden auf einen Raum losgelassen, in dem Stuhlbeine für Hindernisse sorgen, der aber ansonsten keine Schikanen aufzuweisen hat. Unter Laborbedingungen werden die Roboter dann auf Popcorn und angetrocknete Flecken losgelassen. Die Warentester stoppen unter anderem die Reinigungszeit. Die schnellsten Robbis benötigen 21 Minuten der schlechteste Roboter 26 Minuten.

Test und Wirklichkeit

Allerdings: Wie realistisch ist so ein Test und was bringen solche Kriterien? Wen interessiert es ernsthaft, ob sein Roboter fünf Minuten länger saugt? All das, was Roboter heute können und was über das reine Saugen hinausgeht, geht im Test eher unter. Etwa: Findet sich der Roboter in großen Wohnungen mit komplizierten Grundrissen zurecht oder verirrt er sich in den Zimmerfluchten? Kann er auch Höhen einschätzen oder klemmt er sich unter dem Bett fest? Kann man Bereiche mit hoher Reinigungsintensität (Küchentisch) einrichten, an denen öfter gesaugt wird? Das sind Faktoren, mit denen sich die klügeren Roboter heute von der Masse absetzen – nur findet das im Testszenario nicht statt. Die neuen Modelle von iRobot bemerken etwa, wann der Besitzer die Wohnung verlässt. Man kann sie so einrichten, dass sie diese Slots zum Saugen nutzen. Im Homeoffice ist das eine tolle Erfindung, die aber jemand, der jeden Tag ins Büro geht, kaum etwas nützt.

Den kompletten Test können Sie hier gegen eine Gebühr einsehen.

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