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Bildschirm-Buchsen Monitor-Anschlüsse: Einfach erklärt, von DVI bis HDMI

Monitor-Anschlüsse: HDMI, DVI oder VGA eint, dass Sie Computer mit dem Bildschirm verbinden.
Monitor-Anschlüsse von links nach rechts: HDMI, VGA und DVI. Mitte und rechts verfügen über Sicherungsschrauben, HDMI verzichtet darauf.
© asikkk / Getty Images
Ein Monitor, verschiedene Buchsen. Aber wie unterscheiden sich die Monitor-Anschlüsse und was gibt es bei DVI, VGA, DisplayPort, Mini-DisplayPort, USB-C und HDMI zu beachten? 

Egal wie alt, egal wie digital – jeder weiß, wer einen DVD-Player, eine Spielekonsole oder den Computer mit einem Bildschirm oder Fernseher verbinden will, der braucht dafür ein Kabel. Mit der Zeit verbesserte sich das Bild der Monitor und mit ihm seine Ein- und Ausgänge. Inzwischen gibt es so viele Arten verschiedener Stecker und Verbindungen, dass manch einer die Übersicht verloren hat. 

Monitor-Anschlüsse: VGA, der Oldie

Es war einmal ein kleiner blauer Stecker, der hatte fünfzehn Pins und zwei Schrauben. VGA war sein Name und mit seinen Pins übertrug er das Bildsignal und das analog. Seine zwei Schrauben halfen dabei, dass er an Ort und Stelle verblieb. Im Jahre 2021 hat der Stecker aber ausgedient. Seine analogen Wurzeln sorgen schlicht dafür, dass die Bildqualität von Faktoren wie der Kabellänge oder der Umwandlung digital zu analog unterliegt.

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Eigentlich braucht es den VGA-Eingang nur, wenn man Laptop oder Computer mit sehr alten Ausgabegeräten verbinden will. Ein Klassiker wäre der Uralt-Beamer im Konferenzraum. Immerhin schafft der analoge Anschluss noch immer eine maximale Auflösung von 2048x1536 Pixeln bei einer Bildwiederholrate von 85 Hertz.

VGA und DVI in weiß und blau sind unterschiedliche Monitor-Anschlüsse.
DVI glänzt in weiß, VGA in blau. Was die Monitor-Anschlüsse aber eint, sind die Feststellschrauben.
© Veni vidi...shoot / Getty Images

DVI: Die Brücke zwischen digital und analog

DVI ist der etwas neuere Anschluss, gleichwohl steht er wie VGA vor dem Aussterben. Was VGA und DVI eint, sind die zwei seitlichen Feststellschrauben. Ansonsten überträgt DVI Bildsignale digital – und analog. Möglich machen das zwei unterschiedliche Arten von DVI: 

  • DVI-I hat Pins für ein digitales Videosignal, das mit HDMI-Signalen kompatibel ist und Pins für ein analoges Signal, das mit VGA kompatibel ist
  • DVI-D hat nur Pins für ein digitales Videosignal, das mit HDMI-Signalen kompatibel ist

Und weil das so ist, eignet sich DVI dank günstiger Adapter wunderbar als Brücke zwischen HDMI und VGA. Bei DVI gibt es aber noch etwas zu beachten und das sind Single- und Dual-Link-Anschlüsse. Logisch: Dual-Link lässt einen größeren Datendurchsatz und damit schärfere Bilder zu. 

  • Single-Link: 1920x1200 Pixel bei 60 Hertz
  • Dual-Link: 2560x1600 Pixel bei 60 Hertz

Dass DVI trotzdem ausstirbt, liegt daran, dass der Anschluss weder andere Daten wie etwa Audiosignale übertragen kann. Außerdem lassen sich mit ihm nicht so viele Farbräume abdecken wie mit HDMI oder DisplayPort.

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HDMI: Der Alleskönner ohne Sicherung

Im Vergleich zu VGA und DVI hat HDMI keine Feststellschrauben oder sonstige Sicherung. Ansonsten ist der Anschluss seinen Vorgängern überlegen: HDMI 2.1 etwa bietet einen satten Datendurchsatz von 38,4 Gigabit in der Sekunde. Auf dem Bildschirm bedeuten das eine maximale Auflösung von 10K bei 120 Hertz. Das ist aber noch Zukunftsmusik, die meisten aktuellen Fernseher und PC-Monitore bieten HDMI 2.0. Der Standard schafft 4k-Auflösung mit einer Bildwiederholrate von 60 Hertz. In Full-HD sind gar 120 Hertz drin. 

Feststellschraube Fehlanzeige – der HDMI-Anschluss verzichtet auf eine Sicherung.
Feststellschraube Fehlanzeige – der HDMI-Anschluss verzichtet auf eine Sicherung.
© ranplett / Getty Images

Für PC-Gamer mit 144-Hertz-Monitoren oder höher eignet sich HDMI deshalb nicht. Dagegen punktet der Anschluss mit seiner Flexibilität, denn er befindet sich nicht nur an Bildschirm und Fernseher, sondern auch an neuen Audioverstärkern und Konsolen. Im Vergleich zu VGA und DVI überträgt HDMI auch Tonsignale oder Ethernet-Daten. Damit können Sie etwa Spielkonsolen über HDMI aus dem Stand-by-Modus aufwecken.

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Und das bringt uns zu einem weiteren Pluspunkt: der Bequemlichkeit. HDMI-CEC ermöglicht es beispielsweise, mit der Fernbedienung des Fernsehers, Amazons Fire TV zu steuern – mehrere Fernbedienungen oder eine universale Fernbedienung braucht es nicht. HDMI verbessert also die Kommunikation zwischen den Geräten, bringt so Ordnung in das Bedienungswirrwarr und sollte deshalb der bevorzugte Anschluss im Wohnzimmer sein.

DisplayPort: Anschluss für Gamer

Bei Computer-Monitoren kann die Sache ganz anders aussehen, denn hier hat HDMI mit DisplayPort einen mächtigen Konkurrenten. Im Vergleich zum Alleskönner bietet DisplayPort zwar keine Schrauben, aber dafür kleine Widerhaken, die die Steckverbindung an Ort und Stelle halten. Der Datendurchsatz von DisplayPort 1.2 und HDMI 2.0 ist in etwa gleich  groß, trotzdem hat DisplayPort bei der Verbindung zwischen Computer und Bildschirm die Nase vorn.

Kleine Widerhaken sorgen beim DisplayPort-Anschluss für sicheren Halt.
Kleine Widerhaken sorgen beim DisplayPort-Anschluss für sicheren Halt.
© Hans-Martens / Getty Images

Jedenfalls für Gamer, denn die wollen eine hohe Bildwiederholrate und über DisplayPort 1.2 können Monitore mit Full-HD-Auflösung 240 Hertz wiedergeben. Wer allerdings Bilder oder Videos bearbeiten will, könnte trotzdem zu HDMI greifen wollen, weil der Anschluss mehr Farbräume abdeckt. Und auch die Kommunikationseigenschaften von Geräten untereinander wie HDMI sie bietet, hat DisplayPort nicht. Immerhin überträgt der Anschluss aber auch Audio- oder Ethernetsignale. 

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USB-C, Mini-HDMI und Mini-DisplayPort

Neben den normalen Verbindungen gibt es noch kleine Versionen der Anschlüsse, namentlich Mini- und Micro-HDMI sowie Mini-DisplayPort. Sie bieten dieselben Übertragsungsraten wie ihre großen Brüder. Einzige Ausnahme: Mini-DisplayPort-Adapter mit Thunderbolt-Zertifizierung, die mehr Datendurchsatz als Mini-DisplayPort ohne Thunderbolt-Zertifizierung bieten. Der Stecker passt in ältere MacBoos und iMacs, die über Thunderbolt-Buchsen der ersten und zweiten Generation verfügen.

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Wenn ein Mini-DisplayPort-Adapter mit einem Blitz gekennzeichnet ist, deutet das auf eine Thunderbolt-Verbindung hin. An den meisten dieser Adapter lassen sich neben dem Bildschirm weitere Thunderbolt-Geräte wie externe Festplatten anschließen. Ab der dritten Thunderbolt-Generation hat sich die Buchse gewandelt und sieht aus wie ein USB-C-Anschluss, bietet aber mehr Datendurchsatz als selbiger. Mini-DisplayPort wird also von USB-C ersetzt.

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Und wenn wir schon bei USB-C sind:  Auch darüber kann man einen Computer mit dem Monitor verbinden. Das ergibt vor allem für neue Laptops Sinn, die über Thunderbolt oder USB-C-Schnittstelle verfügen. Das schöne daran ist, dass das Notebook über USB-C auch mit Strom versorgt wird. Entsprechend braucht verschwendet das meist klobige Netzteil des Laptops keinen Platz auf dem Schreibtisch.

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Wenn Laptop und Bildschirm über Thunderbolt 3 verfügen, braucht es ein Thunderbolt-Kabel, um die Geräte miteinander zu verbinden. Zu guter Letzt sei gesagt, dass man seinen Computer über verschiedene Adapter kreuz und quer über die verschiedenen Anschlüsse verbinden kann. Allerdings können die unterschiedlichen Anschlüsse sich gegenseitig ausbremsen. Wer etwa mit einen DisplayPort-Adapter für HDMI, den Computer mit dem Fernseher über HDMI verbindet, könnte feststellen, dass der Fernseher bei 4K-Auflösung nur 30 Hz zeigt, wenn das verwendete HDMI-Kabel nur HDMI 1.2 unterstützt. Achten Sie also darauf, dass Adapter und Kabel die Anschlüsse nicht ausbremsen.

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