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Eingänge für Bildschirme DisplayPort vs HDMI: Die Schnittstellen für Bildschirme im Vergleich

DisplayPort vs HDMI: Ein DisplayPort-Anschluss in der Nahaufnahme.
DisplayPort vs HDMI: Die kleinen Widerhaken an der Unterseite sichern DisplayPort-Kabel. HDMI-Kabel haben keine Sicherungsfunktion.
© Gudella / Getty Images
DisplayPort oder HDMI – macht das einen Unterschied? Lesen Sie, worauf Sie beim Kabelkauf und den Schnittstellen für Monitore achten müssen. 

Wer schon einmal seinen Computer, DVD-Player oder sonst ein technisches Eingabegerät mit einem Bildschirm oder Fernseher verbunden hat, wird sich die Frage gestellt haben, über welche Schnittstelle die beiden Geräte idealerweise verbunden werden. Bei den meisten Fernsehern stellt sich die Frage nicht, denn sie verfügen häufig ausschließlich über HDMI-Buchsen.

Bei Computer-Monitoren sieht die Sache dagegen anders aus. Neben HDMI-Steckern stehen bei vielen zusätzlich DisplayPort-Buchsen zur Auswahl. Ältere Vertreter ihrer Zunft haben noch VGA-, oder DVI-Verbindungen. Letztere sind aber ein Relikt vergangener analoger Tage und damit inzwischen überholt. Für all jene, die bereits im digitalen Neuland angekommen sind, stellt sich also eher die Frage: DisplayPort vs. HDMI – was ist besser? Und die ist nicht so leicht zu beantworten, denn beide Schnittstellen unterliegen einer steten Entwicklung.

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Mit anderen Worten: HDMI 2.0 bietet Verbesserungen gegenüber HMDI 1.4, ist in gewissen Punkten aber "schwächer" als DisplayPort 1.2. Außerdem gibt es von beiden auch noch Mini-Versionen: Bei DisplayPort nennt die sich Mini-DisplayPort und passt in Thunderbolt-Buchsen der ersten und zweiten Generation. Bei HDMI gibt es gleich zwei kleine Versionen: Mini- und Mico-HDMI. Sie befinden sich meist an Notebooks.

Und um das Wirrwarr perfekt zu machen, lassen sich an Thunderbolt-3- und USB-C-Buchsen ebenfalls Bildsignale und Audiosignale von HDMI oder DisplayPort übertragen – wenn der richtige Adapter vorhanden ist. Höchste Zeit sich einen Überblick zu verschaffen.

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Im nachfolgenden Vergleich treten die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten der aktuellen DisplayPort- und HDMI-Generationen gegeneinander an. Lesen Sie, wer auf DisplayPort setzen sollten und wer mit HDMI besser fährt.

DisplayPort vs HDMI

Allein die Tatsache, das beide Schnittstellen sowohl Bild- als auch Audiosignale übertragen, eint sie. Der erste Unterschied wird schon bei Betrachtung der Verbindung offensichtlich: DisplayPort verfügt über eine Sicherung, die den Stecker an Ort und Stelle hält, HDMI verzichtet darauf. Neben der unterschiedlichen Passform unterscheiden sich die Schnittstellen vor allem in ihrer Bandbreite – also der Menge an Daten, die Sie durchlassen.

Das schlägt sich darin nieder, wie viele Bilder in der Sekunde die Schnittstellen in einer bestimmten Auflösung maximal übertragen können. Ein Beispiel: Während HDMI 1.4 eine maximale Auflösung von 4K mit einer Bildwiederholrate von 30 Hertz unterstützt, bietet DisplayPort 1.3 eine Unterstützung von 8K bei 60 Hertz. Warum ist das wichtig?

Darauf müssen Sie beim Kabelkauf achten

Angenommen, Sie suchen online ein HDMI-Kabel für Ihren neuen 4K-Fernseher, um diesen mit einer PlayStation 5 zu verbinden. Der Fernseher bietet eine Bildwiederholrate von 120 Hertz. Sie bestellen das günstigste Kabel, was im konkreten Beispiel ein HDMI-1.4-Kabel wäre. Ziemlich schnell würden Sie feststellen, dass Ihr Fernseher keine 120 Bilder in der Sekunde zeigt, sondern nur 30 bei 4K-Auflösung. Schuld ist das HDMI-Kabel, das schlicht nicht genug Datendurchsatz für die Signalübertragung zwischen Fernseher und PlayStation bietet.

Welche Schnittstelle die richtige ist, hängt vom individuellen Gebrauch in Kombination mit den anzuschließenden Ausgabegeräten ab. Wer etwa einen Ultrawidescreen-Monitor hat, sollte den auf keinen Fall über ein HDMI-1.4-Kabel mit dem Computer verbinden, weil das Seitenverhältnis nicht unterstützt wird .

HDMI Datendurchsatz

Die folgende Tabelle liefert Klarheit, welche HDMI-Version was unterstützt, beginnend ab HDMI-Version 1.4:

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HDMI 1.4

HDMI 2.0

HDMI 2.0a

HDMI 2.1

4K

30 Hz

60 Hz

60 Hz

10K bei 120 Hz

Full-HD 120 Hz

ja

ja 

ja

ja

21:9

nein

ja

ja

ja

32-Kanal-Audio

nein

ja

ja

ja

High Dynamic Range

nein

ja

ja

ja

sRGB (Farbraum)

ja

ja

ja

ja

Datendurchsatz

10,2 GBit/s

18 GBit/s

18 GBit/s

38,4 GBit/s

Aus der Tabelle ergibt sich, dass die meisten Verbraucher mit einem HDMI-2.0-Kabel gut fahren. Wer allerdings gedenkt, eine Next-Gen-Konsole wie die PlayStation 5 oder die Xbox Series X mit dem TV zu verbinden, sollte über HDMI 2.1 nachdenken – jedenfalls dann, wenn der Fernseher eine Bildwiederholfrequenz von 120Hz realisieren kann und ebenfalls über den Standard verfügt. Das liegt daran, dass die Top-Modelle der Konsolen laut beider Hersteller bis zu 120 Bilder in der Sekunde bei 4K-Auflösung auf den Fernseher rechnen können. 

DisplayPort Datendurchsatz

Wie sich die Sache bei DisplayPort verhält, verrät die folgende Tabelle:

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DP 1.2

DP 1.3

DP 1.4

DP 2.0

4K

120 Hz

240 Hz

240 Hz

8K bei 60 Hz HDR10

Full-HD

240 Hz

240 Hz

240 Hz

360 Hz

21:9

ja

ja

ja

ja

32-Kanal-Audio

nein

nein

ja

ja

High Dynamic Range

nein

nein

ja

ja

sRGB (Farbraum)

ja

ja

ja

ja

Datendurchsatz

17,28 GBit/s

25,92 GBit/s

32,4 GBit/s

77,37 GBit/s

Die Tabellen ergeben, dass sich DisplayPort vor allem für Computermonitore eignet, die über eine hohe Bildwiederholrate verfügen. Entsprechend werden Zocker einen Bildschirm mit 144 Hz Bildwiederholrate über DisplayPort mit dem Computer verbinden. Per HDMI-Kabel kann der Bildschirm nur 120 Bilder in der Sekunde anzeigen.

Allerdings kann die hohe Bildwiederholrate bei DisplayPort unter Umständen nur über die Komprimierung der Bildsignale oder dem YCbCr-Farbmodell (oder einer Kombination aus beidem) erreicht werden. Wer den Rechner auch für die Bildbearbeitung nutzt, könnte andere Farbmodelle nutzen und genau das damit vermeiden.

HDMI vs DisplayPort: Die Features

Im Vergleich bietet die HDMI-Schnittstelle außerdem die interessanteren Komfort-Features. Beispielsweise können Ethernet-Signale über HDMI weitergeleitet werden. Für eine Verbindung zwischen Computer und Monitor bringt das herzlich wenig, aber wenn etwa ihr Apple TV per HDMI mit dem Fernseher verbunden ist, reicht es aus, nur die Streamingbox anzuschalten und der Fernseher geht automatisch an – den Ethernet-Signalen über das HDMI-Kabel sei Dank.

Außerdem liefert HDMI einen "Audio Return Channel" mit. Wer seinen Fernseher etwa an einen Audioverstärker mit 5.1-System angeschlossen hat, kann es sich sparen, den TV per optischem Kabel mit dem Verstärker zu verbinden. 

Fazit: Gerade die neueren Versionen von DisplayPort und HDMI nehmen sich technisch nicht viel. PC-Zocker mit einem 144Hz-Monitor oder höher sollten diesen über DisplayPort mit dem Computer verbinden. An Fernsehern fahren Sie mit HDMI besser, weil die Schnittstelle bessere Features bietet. Wichtig: Achten Sie immer darauf, dass Buchse und Kabel zur gleichen Generation gehören und sich nicht gegenseitig beim Datendurchsatz ausbremsen.

Quellen:  heise.deelektronik-kompendium.depc-welt.decomputerbase.de

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