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Handy für Fotos Smartphone mit guter Kamera unter 300 Euro: Diese Handys knipsen tolle Bilder

Eine Gruppe junger Menschen macht ein Selfie mit einem Smartphone mit guter Kamera unter 300 Euro.
Pure Freude: Das Gruppenselfie gelingt mit einem Smartphone mit guter Kamera unter 300 Euro. 
© bluecinema / Getty Images
Dank Smartphone ist die Kamera ein ständiger Begleiter. Kein Wunder, dass viele Käufer besonders auf eine hohe Fotoqualität achten. Diese Smartphones kosten unter 300 Euro und schießen schöne Bilder.

Fotografieren ist die Kunst zu lügen. Instagram ist der lebende Beweis, welche Kraft Schnappschüsse entfalten und wie sehr sich ihre dargestellten Ideale von Schönheit oder Normalität in das kollektive Gedächtnis einer Generation einbrennen. Sei es drum, die meisten Fotografen greifen zum Smartphone, wenn Sie eine digitale Momentaufnahme davon machen wollen, wie sie die Welt in einem Augenblick aus ihren Augen sehen. 

Wie in allen Künsten schlägt Talent das Werkzeug. Da bildet die Fotografie keine Ausnahme. Trotzdem ist es nervig, wenn die Kamera am Smartphone in der Dämmerung den Dienst versagt. Das macht in etwa so viel Spaß, wie mit einem Seil Billard zu spielen. Grund genug, einen genauen Blick auf Handys mit guter Kamera zu werfen. Knifflig – aber nicht unmöglich – wird es, wenn diese unter 300 Euro kosten sollen. 

Smartphone mit guter Kamera unter 300 Euro: Xiaomi Mi 10T

Gerade chinesische Hersteller wie Xiaomi und Huawei punkten mit guten Kameras für einen vernünftigen Preis. Ein Vertreter ist das Xiaomi Mi 10T, auf dessen Rückseite sich vier Kameras befinden. Der Hauptsensor löst mit 64 Megapixeln auf. Dazu gesellt sich eine Ultra-Weitwinkel-Kamera mit 8-Megapixel-Auflösung, die sich perfekt für Landschaftsaufnahmen eignet. Ihr Blickwinkel beträgt bis zu 120 Grad. Makro-Fotografen macht eine 2-Megapixel-Kamera glücklich. Sie eignet sich für Nahaufnahmen, bei denen Sie das Objekt herausstellen wollen.

Klassisches Motiv wäre ein kleines Gänseblümchen auf einer Bergwiese. Für Portraits ist ein Tiefensensor mit 2 Megapixeln verbaut. Der erzeugt den Bokeh-Effekt auf Portrait-Fotos, also einen verschwommenen Hintergrund. Bei einer Spiegelreflex erzeugen Sie den, wenn Sie die Blende des Objektivs weit öffnen. Auch die restlichen Spezifikationen des Xiaomi Mi 10T überzeugen.

Selfies knipst die Frontkamera mit 20 Megapixel Auflösung. Der Prozessor und 6 Gigabyte Arbeitsspeicher sorgen für genug Leistung auch in der Zukunft. Der interne Speicher ist mit 128 Gigabyte üppig bemessen und reicht für sehr viele Fotos. Ebenfalls positiv: Den neuen Funkstandard 5G empfängt das Smartphone auch.

Huawei P40 Lite

Im Vergleich mit dem Xiaomi Mi 10 T braucht sich das Huawei P40 Lite nur geringfügig zu verstecken, denn auf seiner Rückseite befindet sich ebenfalls eine Vierfach-Kamera. Allerdings löst ihr Hauptsensor "nur" mit 48 Megapixel auf. Die Weitwinkelkamera schießt Landschaftsaufnahmen mit 8 Megapixel, Makro- und Tiefensensor lösen mit jeweils 2 Megapixel auf. Portrait- und Nahaufnahmen gelingen mit dem Huawei P40 Lite mühelos. 

Selfies knipst die Frontkamera in 16-Megapixel-Auflösung und damit etwas kleiner als das Xiaomi Mi 10T. Für den täglichen Gebrauch eignet sich das Huawei P40 Lite trotzdem: Sein Speicher ist 128 Gigabyte groß und reicht für Hobbyfotografen locker aus. Der Prozessor spendet genug Leistung für die nächsten Jahre. Wer auf 5G setzt, den enttäuscht das Smartphone aber. Den Funkstandard kann das Handy nicht verarbeiten.

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OnePlus Nord N10

Das OnePlus Nord N10 ist ein 5G-Smartphone mit Vierfach-Kamera auf der Rückseite. Sein Hauptsensor löst wie beim Xiaomi Mi 10T mit 64 Megapixel auf. Und nicht nur darin einen sich die Smartphones: Auch die Weitwinkel-Kamera knipst Bilder mit 8 Megapixel bei einem Blickwinkel von 120 Grad. Makro- und Tiefensensor lösen mit 2 Megapixeln auf.

Etwas schwächer ist dagegen die Frontkamera des OnePlus Nord 10, die wie beim Huawei P40 Lite mit 16 Megapixel auflöst. Gleiches gilt für den verbauten Prozessor. Wer nebenher am Handy zockt, sollte zum Xiaomi-Smartphone greifen. Normale Nutzer dürften den Leistungsunterschied nicht bemerken. Mit 128 Gigabyte Speicherplatz liegt das OnePlus Nord N10 gleichauf mit der Konkurrenz. Und wenn Sie auf einen 5G-Vertrag schielen, macht Sie das Smartphone ebenfalls glücklich. 

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Motorola moto g Pro

Nach drei chinesischen Geräten markiert das Motorola moto g Pro das erste Smartphone aus Nordamerika in der Liste. Der Hersteller mit Firmensitz in Chicago (US-Bundesstaat Illinois) spendiert seinem Handy nicht nur eine Dreifach-Kamera auf der Rückseite, sondern integriert auch einen Stift, mit dem Sie auf dem Touchdisplay Notizen aufzeichnen. Die Hauptkamera auf der Rückseite schießt Fotos mit einer Auflösung von bis zu 48 Megapixel.

Eine Makro-Kamera schießt Nahaufnahmen mit 2 Megapixel. Landschaftsfotografen freuen sich über die Weitwinkel-Kamera: Sie nimmt Bilder in 16 Megapixel bei 116 Grad Blickwinkel auf. Über einen Tiefensensor verfügt das Motorola moto g Pro im Vergleich zu den anderen Geräten nicht. Aber das ist bei der Spielerei mit dem integrierten Stift verschmerzbar. Selfies nimmt das Smartphone übrigens mit 16 Megapixel auf. Leider kommt das moto g Pro nicht mit 5G zurecht. Toll ist hingegen die Speichergröße mit 128 Gigabyte. 

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Google Pixel 4a

Ein Smartphone, auf das Sie ebenfalls einen Blick werfen wollen, ist das Google Pixel 4a. Es kostet mit 350 Euro zwar 50 Euro mehr als die kolportierten 300, stellt aber eine gute Alternative dar, wenn es reduziert im Angebot ist. Auf der Rückseite verfügt das Smartphone über eine Hauptkamera, die Bilder mit einer Auflösung von 12,2 Megapixel schießt. Klingt wenig, tut der Bildqualität aber keinen Abbruch.

Einen Portrait-Modus für den verschwommenen Hintergrund bietet das Google Pixel 4a natürlich auch. Gerade bei schwächerem Licht glänzt das Smartphone im Vergleich zu den Modellen von Motorola, OnePlus, Xiaomi und Huawei. Ähnlich sieht es bei der Selfiekamera aus, die mit 8 Megapixeln auflöst. Der Speicher des Pixel 4a ist wie bei allen Geräten 128 Gigabyte groß, 5G empfängt das Smartphone aber nur gegen einen saftigen Aufpreis. Wer sein Handy hauptsächlich für Schnappschüsse nutzt, braucht aber kein 5G.

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Das macht eine gute Kamera bei Smartphones aus

Kommt es nur auf die Megapixel bei einer Kamera an? Nein, die Megapixel verraten nur, wie viele Bildpunkte die Kamera schafft. Mehr Bildpunkte bedeuten ein größeres Foto – schön für die Nachbearbeitung. Handykameras funktionieren wie jede andere Kamera auch: Licht fällt auf einen digitalen Sensor, der das Bild erstellt. Früher war dieser "Sensor" lichtempfindliches Material, also der Film.

Entscheidend für die Qualität des Fotos ist aber auch das Objektiv. Ein Objektiv fängt das Licht ein und bündelt es auf dem Sensor. Wie viel Licht das Objektiv maximal einfängt, sagt die Blendenöffnung aus, die in f/ angeben wird. Je weiter geöffnet die Blende ist, desto niedriger der f/-Wert. F/1,4 ist eine weit geöffnete Blende, f/18 eine fast geschlossene. Durch Öffnen oder Schließen der Blende erzeugen Fotografen verschiedene Effekte auf dem Bild. Eine weite Blendenöffnung sorgt für den Bokeh-Effekt, eine geschlossene Blende für das Gegenteil namens Tiefenschärfe.

Je weiter die Blende zu ist, desto weniger Licht fällt auf den Sensor. Je weniger Licht auf den Sensor fällt, desto länger müssen Sie das Bild belichten. Je länger Sie belichten, desto wichtiger ist es, eine ruhige Hand zu beweisen oder ein Stativ zu nutzen. Denn mit langer Belichtungszeit verzerrt das Foto, wenn Sie wackeln. Man kann also sagen: Fotografie ist das Spiel von Licht-Geben und Licht-Nehmen, um bestimmte Effekte zu kreieren, die eine bestimmte Emotion beim Betrachter erzeugen.

Smartphone-Kameras leiden darunter, dass der Fotograf die Blendenöffnung am Objektiv nicht ändern kann. Und weil das so ist, entscheidet die Qualität des verbauten Objektivs in Verbindung mit der genutzten Software über die Fotoqualität. So kann ein Foto mit 12 Megapixel Auflösung deutlich besser aussehen als eines mit 64 Megapixel Auflösung, wenn das Objektiv der Kamera mit 64-Megapixel-Auflösung bei wenig Licht murks ist. Übrigens: Es gibt Software, mit der Sie die Blendenöffnung und weitere Einstellungen simulieren können, beispielsweise ProCamera

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axp

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