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Leben mit Saugroboter : Saugroboter machen das Leben leichter, aber diese fünf Dinge nerven gewaltig

Zwei Jahre mit Saugrobotern - danach kann man nicht mehr ohne sie. Aber das schmutz- und staubfreie Leben hat dennoch nicht begonnen. Im Gegenteil: Manchmal wird es richtig eklig.

Die Reklame verspricht klinische Sauberkeit.

Die Reklame verspricht klinische Sauberkeit.

Nach der ersten Begegnung mit einem Saugroboter schrieb ich euphorisch, ich könne mir ein Leben ohne autonomen Sauger nicht mehr vorstellen. Mittlerweile sind über zwei Jahre vergangen - mit vier Saug-Robotern und einem Wischer. 

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Die Einsicht, dass es ohne Roboter nicht geht, ist geblieben. Die Euphorie hat allerdings etwas nachgelassen. Denn es sind nicht nur gute Erfahrungen, die man mit seinen Robotern teilt. Zu tun gibt es jedenfalls genug. Die Sauger werkeln in einem Büroraum mit acht Personen und bei mir zu Haus. Dort gibt es einen Hund, der mehr haart als man es für möglich hält, und einen Garten, aus dem er große Mengen Dreck in die Wohnung trägt. Wenn man sich ansieht, was da jeden Tag vollautomatisch zusammengesaugt wird, möchte man die kleinen Helfer nicht mehr missen. Aber es gibt auch weniger schöne Momente.

Sauger sind ziemlich schmutzige Geräte

Jeden Tag fahren sie große Menge Staub und Haare aus der Wohnung und jeden Tag macht man sich auch die Finger mit ihnen schmutzig. Durch Fusseln und Haare sind die Vorratsbehälter nach einem oder spätestens zwei Tagen gefüllt. Der Motor hat nicht die Kraft die Flusen zu einem Klumpen zu verdichten.

Füllt das Gespinst den Schmutzbehälter auch nur locker aus, verstopft sich der Zugang von der Walze. Von diesem Punkt an wird gar nicht mehr gesaugt. Das heißt also: einmal täglich auslehren. Eine staubige Angelegenheit, die sensible Personen nicht in der Wohnung vornehmen sollten. Wer die eklige Arbeit vermeiden will, sollte sich nach einem Gerät mit einer Absaugstation umsehen. Dort wird der Robbi jeden Tag leergesaugt. Eine Lösung bietet auch der Vorwerk VR200. Er besitzt einen Stutzen, so dass man den kleinen Staubsauger mit einem großen Gerät absaugen kann. Umständlich, aber nicht staubig.

Nach einem Durchgang ist der Sauger voll und will geleert werden.

Nach einem Durchgang ist der Sauger voll und will geleert werden.

Manche Saugroboter sind echte Rabauken

In unserem Wohnbereich liegen dicke Shaggy-Teppiche - 3,5 Zentimeter sind sie hoch. Hier kapitulieren fast alle Sauger, Vorwerk, Roomba und Samsung streiken aus verschiedenen Gründen. Nur der Netao Connected erklimmt die Teppiche und bürstet die langen Fasern klaglos. So weit so gut - aber leider ist der Neato ein kleiner Panzer, der sich von nichts aufhalten lässt. In Ecken und bei Hindernissen rammt und schrammt er sich seinen Weg energisch frei. Das hinterlässt im Lauf der Zeit hässlichen Spuren an Türen und Tapete.
Abhilfe könnte vielleicht ein selbstklebendes Filzband sein.

Ab und zu wird es richtig eklig

 Vom täglichen Staubleeren war schon die Rede, doch das ist ehrlich gesagt das geringste Problem. Die Sauger verdrecken massiv. Nach einer Weile füllt fieser Feinstaub jede Ritze. Auch lange Damenhaare gehen in das Gerät hinein und kommen nie wieder hinaus. Irgendwo im Inneren werden sie aufgewickelt. Die Hundehaare sind zum Glück nicht lang genug. Nach einiger Zeit können sogar die Antriebsräder blockieren. Um die Räder und die Aufhängung der Walzen sammeln sich die Haare besonders gern. Richtig fies: Die langen Locken wickeln sich nicht nur um die Walzen, dort strangulieren und zerschneiden sie die Gummiauflage (Rooomba) oder die Gummilippen (Neato).
Die Geräte zu reinigen, ist fummelig und ziemlich eklig. Am besten Handschuhe anziehen.

Besonders nervig: Die rotierenden Laser von Neato und Vorwerk blockieren, wenn Schmutz zwischen Laser und das übrige Gehäuse kommt. Manchmal lässt sich das Problem durch Ausklopfen beseitigen, manchmal nicht. Dann muss das gesamte Gehäuse mit etwa ein Dutzend versteckt angebrachter Schrauben zerlegt und wieder zusammengesetzt werden. Das bekommt nur ein geübter Heimwerker hin.

Ideal für Singles

Der Saugroboter an sich wünscht eine kontrollierte Umgebung. Sein Meister oder die Meisterin wissen das zu schätzen und versuchen, ihm eine artgerechte Umgebung zu bieten. Dumm nur, wenn die Mitmenschen den perfekten Ablauf hintertreiben. Dünne Stromkabel, Tücher, Quittungen und Schnürsenkel setzen jeden Roboter schachmatt. Er strandet dann irgendwo - das ist noch nicht so schlimm. Aber jedes Mal müssen die Fremdkörper wieder aus dem Antrieb oder der Bürste geholt werden. Man ahnt es schon auch: Auch dafür muss der staubigste Teil des Geräts zerlegt werden.

Matschige Angelegenheit

Seit Neuestem wirkt auch noch ein Wischroboter vom Typ Braava Jet 240 in der Küche. Ein Sauger erreicht das gleiche Ergebnis wie ein manueller Sauger, seine geringere Stärke macht er mit Arbeitszeit wett. Der Wischer ist dagegen nicht mit einem manuellen Schrubb- und Wischgang zu verwechseln. Nicht einmal mit einem spanischen Mopp. Er erreicht eine Säuberung, wie sie ein Swirl-Tuch schafft. Genau genommen, sollte zuerst ein Roboter saugen, bevor der Wischroboter ans Werk geht.

Wer keine schmutzige Finger bekommen möchte, kann Einwegpads für das Gerät kaufen. Sie funktionieren wie ein Swirl-Wischtuch für das Gerät, ein Reinigungsmittel ist bereits im Pad enthalten. Ein Knopfdruck nach der Benutzung und das Pad verschwindet im Müll.

 Dummerweise machen diese Pads eine Menge unnötigen Müll und kosten über einen Euro pro Stück. Bei zwanzig Wischtagen im Monat, gibt man im Jahr über 200 Euro im Jahr für Pads aus. Die kostengünstige Alternative sind Mehrweg-Pads vom Hersteller, die billige Alternative sind Pads von Drittanbietern. Einziges Problem der wiederverwertbaren Pads: Das verdreckte Vlies muss nach jedem Gebrauch Mal ausgespült und unter dem Wasserhahn gereinigt werden. Und schon wieder wird es eklig.

Fazit

Trotz der Misslichkeiten ist die Leistungsbilanz der Roboter positiv. Sie halten Wohnung und Teppich sauber und das bei einem haarigen Hund und Dreck aus dem Garten. Lebt jemand ohne Tier in einer Etagenwohnung, wird er wohl auch seltener Panneneinsätze und Roboterreinigungen vornehmen müssen.

Ausfälle gab es übrigens auch. Der erste lässt sich auf einen gravierenden Bedienungsfehler zurückführen. Im strömenden Regen ist der Neato auf die Terrasse entkommen - danach war er nicht mehr der Gleiche. Totalschaden. Der Roomba von iRobot hatte sich festgefahren und so energisch versucht, sich zu befreien, dass sich ein Gummireifen schließlich von der Antriebswelle löste. Das ließ sich mir einem Ersatzteil für 40 Euro wieder reparieren. 



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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.