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Starke Begleitung: Chloe wurde in der Schule gemobbt – beim Abschlussball zeigt sie es allen

Die 16-jährige Chloe Robson wurde in der Schule jahrelang gemobbt. Beim Abschlussball aber hatte sie ihren großen Auftritt – mit einer 126-köpfigen Motorradgang im Schlepptau.

Mädchen von hinten mit Blumen im Haar

Wenigstens an ihren letzten Schultag wird die 16-jährige Chloe eine gute Erinnerung haben (Symbolbild)

Getty Images

Man darf vermuten, dass der beste Moment in Cloe Robsons Schulzeit der war, als sie endlich vorbei war. Seit sie sieben Jahre alt war, wurde das Mädchen von ihren Mitschülern geärgert und gemobbt. Der "Daily Mail" erzählte sie, sie sei schon in der Grundschule wegen ihres Aussehens und eines Sprachfehlers gehänselt worden. In den darauffolgenden Jahren sei alles noch schlimmer geworden. Die Mitschüler hätten sie geschubst und sie mit Dingen beworfen.

"Ich fühlte mich allein und als Außenseiter", beschrieb Chloe ihre Schulzeit. "Ich hatte niemanden, mit dem ich reden konnte und dachte, dass es noch schlimmer werden würde, wenn ich etwas sagen würde." Auch auf ihren Abschlussball hatte die 16-Jährige keine Lust – eigentlich graute ihr sogar vor der Veranstaltung.

Bikergang kommt zum Abschlussball

Dass zumindest ihr Abschied von der Schule ein Erfolg wurde, hat sie ihrem Onkel Grant Robson und dessen Freunden zu verdanken. Robson ist begeisterter Motorradfahrer und gehört der Bikergang "Bikers Against Bullies" ("Biker gegen Mobbing") an. 

Zu Chloes Abschlussball kreuzte die komplette Gang auf – 126 Männer in voller Rockerkluft und mit starken Maschinen. "Ich war etwas nervös vor dem Abschlussball und wusste nicht, wie die anderen reagieren würden", meinte Chloe. 

Die Gang eskortierte ihr Auto bis zur Partylocation. Und der Auftritt verfehlte seine Wirkung nicht: Die Lehrer und Eltern klatschten, Chloe fühlte sich gleich viel selbstbewusster. "Es war ein unbeschreiblicher Moment, alle kamen angerannt und sagten: 'Wow, das ist mal ein Auftritt.'"

"Facebook ist der größte Tyrann"

Die Bikergruppe unterstützt vor allem Schulkinder, die von ihren Kameraden schlecht behandelt werden. "Viele von uns haben in der Schule oder auf der Arbeit selbst Mobbing erlebt", sagte Chloes Onkel Grant Robson. "Als ich noch zur Schule ging, wurde man ein bisschen verprügelt, aber heute gibt es Social Media – Facebook ist der größte Tyrann der Welt."

Chloe arbeitet nun ehrenamtlich für die Gruppe im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. "Sie hilft uns, Eltern auf das Problem aufmerksam zu machen, denn sie hat es selbst erlebt." Hoffentlich bleibt ihr zumindest ihr letzter Schultag in guter Erinnerung.

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epp