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US-Studie: Warum Weinen uns tatsächlich beim Abnehmen helfen kann

Wer in Situationen, in denen Trauer oder Überforderung uns belasten, seinen Tränen freien Lauf lässt, sorgt unbewusst dafür, dass sich sein Hormonspiegel normalisiert. Verkneifen wir uns die Tränen, kann das für unerwünschte Extrapfunde sorgen.

Eine Frau mit roten Locken weint

Die meisten Menschen weinen nicht gern. Trotzdem ist es gut für uns.

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Menschen weinen aus verschiedenen Gründen. Wissenschaftler unterscheiden Tränen, die wegen körperlicher Schmerzen, aus Freude, aus Stress oder aus Trauer vergossen werden – alle diese Arten von Tränen haben unterschiedliche Fachbegriffe und eine unterschiedliche chemische Zusammensetzung. Und sie helfen uns nicht nur, unsere Emotionen rauszulassen – offenbar helfen sie uns auch noch beim Abnehmen! Das besagt jedenfalls eine entsprechende Studie, die bereits 2002 erschien.

Tränen haben Einfluss auf unsere Hormone

Wenn wir in Situationen weinen, in denen wir uns gestresst und überfordert fühlen, oder wenn uns Trauer und Gefühle übermannen, dann spricht man von "Psychologischen Tränen". Und diese haben laut Dr. Aaron Neufeld, Augenspezialist aus dem kalifornischen Los Altos, einen erstaunlichen Effekt auf unseren Körper. Psychologische Tränen beeinflussen die Hormone: Wenn wir emotional anstrengenden Situationen ausgesetzt sind, steigt unser Cortisolspiegel an. Und ein erhöhter Cortisolspiegel sorgt dafür, dass mehr Fett gespeichert wird. Eigentlich eine schlaue Reaktion – in der Urzeit bedeutete Stress schließlich meistens, nicht genug zu essen zu finden. Heute ist das aber anders – wir greifen gerade jetzt vermehrt zu ungesundem "Stressessen", also Schokolade und Fast Food.

Wenn wir allerdings unseren Gefühlen freien Lauf lassen und weinen, spülen die Tränen das unerwünschte Hormon Cortisol praktisch aus unserem System. Der Spiegel im Körper normalisiert sich wieder, wir nehmen nicht übermäßig zu und haben weniger Gelüste auf ungesunde Nahrungsmittel. Auch, wenn solche Tränen meist in Situationen kullern, die für uns sehr unangenehm sind, haben sie einen positiven Effekt auf uns. Niemand sollte sie sich also aus falschem Stolz verkneifen.

Wem nach weinen ist, der sollte es tun

Den gleichen Effekt mit gespielten Tränen zu erzielen, funktioniert übrigens nicht: Die falschen Tränen haben keinen Effekt auf unseren Hormonspiegel. Was die Studie uns aber nahezulegen scheint, ist: Wir sollten Schicksalsschläge, Trennungen und Überforderung nicht ausblenden oder runterschlucken, um stoisch weitermachen zu können. Unser Körper baut darauf, dass wir uns unseren Gefühlen stellen und sie verarbeiten. Dazu muss man eben manchmal weinen. Daran ist absolut nichts verwerflich.

Quellen: "Daily Star" / "Inquirer"

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wt
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