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Politische Fotografie: Diese starken Bilder kritisieren die mediale Darstellung des weiblichen Körpers

Fotograf Roger Weiss hinterfragt in seiner Fotoserie "Human Dilatations" die visuelle Inszenierung des weiblichen Körpers. Dessen Darstellung in den Massenmedien beruht meist auf den immer gleichen Codes und standardisierten Posen.

Von Refinery29-Autorin Insa Grüning

Vornehmlich werden medial, nach wie vor, sehr schlanke und vor allem junge Frauen repräsentiert, deren makellose und straffe Körper in Magazinen und auf Werbeplakaten zu sehen sind. Der Schweizer Fotograf Roger Weiss hat sich diesen. seiner Meinung nach äußerst reduzierten. und längst überholten Repräsentationsweisen angenommen und hinterfragt in seiner Fotoserie "Human Dilatations" die visuelle Inszenierung des weiblichen Körpers.

Weiss bemängelt, dass von den meisten medialen Bildern, die uns heutzutage permanent umgeben, nur noch wenig Menschlichkeit ausgehe. Menschlichkeit bedeute, gerade die Mängel, Makel und Narben eines Menschen nicht auszuschneiden oder zu übergehen, sondern anzunehmen. Genau darum geht es Weiss in seinen Arbeiten, in denen er die sogenannten Imperfektionen, die man der Schönheit zu Liebe gern wegretuschiert, oder versteckt, gezielt und ganz bewusst in den Fokus rückt.

Roger Weiss: "Fehlerhaftigkeit sichtbar machen"

Um die Makel in aller Deutlichkeit zu zeigen, setzt Weiss in seinen Arbeiten auf eine experimentelle Collage-Technik, die zu ungewohnten Verzerrungen führt. Zunächst lichtet er seine Modelle aus allen erdenklichen Perspektiven ab, um die Fotos danach in hunderte Fragmente zu zerlegen und anschließend wieder zusammenzufügen. Das Resultat sind extreme Verzerrungen und ungewohnte Perspektiven, die mit idealisierten Körpervorstellungen brechen und die Betrachter erfahrungsgemäß schockieren, da sie mit einer ungewohnten Menge an Menschlichkeit konfrontiert werden – sehr frontal, nah und direkt.

Seine Herangehensweise ist an die traditionelle, aber immer noch populäre, japanische Methode "Kintsugi" angelehnt, mit der man Bruchstellen an Keramik und Porzellan repariert. Die Klebestellen bleiben auch im Nachhinein durch charakteristische Dekorationseffekte sichtbar – so wie auch bei Weiss' Fotografien. Dennoch schafft Roger Weiss in seinen Arbeiten eine fast schon hyperrealistische Schönheit, die den Betrachter fesselt.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.