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Steuern: Studium mit Nebenjob: Diese Regeln musst du kennen, um keine Steuern zu zahlen

Steuern - wer hasst sie nicht? Besonders ärgerlich ist es, dass viele Studenten wichtige Steuerregeln nicht kennen und deshalb zu viel an den Staat abdrücken. Dabei gibt es einfache Tipps.

Von Johannes Zimmermann

Eine Mann füllt ein Formular auf einem Klemmbrett aus

Wer keine Steuererklärung einreicht, wirft möglicherweise Geld aus dem Fenster: Die meisten Studenten können sich ihre Steuern komplett zurückholen.

Steuern sind der Stimmungskiller schlechthin. Am besten ist es, wenn man mit niemandem darüber reden muss, weil man gar keine zahlt. Um das hinzukriegen, hat die Stiftung Warentest alle Regelungen zusammengefasst. Wir geben einen Überblick:

Studenten müssen einige Regelungen beachten, damit sie steuerfrei durchs Semester kommen. sind dabei überhaupt kein Problem. Ansonsten ließe sich das Studentendasein in den meisten Großstädten auch kaum finanzieren.

Studium muss vorrangig bleiben

Ein wichtiger Faktor ist die Arbeitszeit: Maximal 20 Stunden pro Woche sind erlaubt, damit das Studium weiterhin als vorrangig angesehen wird. Nur so sind Studenten für Bafög berechtigt und bekommen auch weiterhin das Kindergeld. Der Staat will damit sicherstellen, dass Studierende ihren Job nicht höher gewichten als ihr Studium. Wer während des Semesters mehr als die erlaubten 20 Stunden arbeitet, riskiert Bafög und Kindergeld gestrichen zu bekommen. In den Semesterferien darf aber mehr gearbeitet werden. 

Krankenversicherung begrenzt den Verdienst

Ebenso relevant ist die Höhe des Verdienstes: Nur bis zu einem Monatsverdienst von 435 Euro (450 Euro bei Minijobs) sind Studierende noch bei ihren Eltern mitkrankenversichert. Wer mehr verdient, muss sich selbst krankenversichern. Das kostet für Studenten 91 Euro im Monat. Es lohnt sich also, unter dieser Grenze zu bleiben, außer man hat höhere Einkünfte. Wer sich für die eigene Krankenversicherung entscheidet, hat dafür keine Beschränkung und kann arbeiten und verdienen, so viel er oder sie will. Aber dann kommt noch die :

Einkommensteuer meist nicht fällig

Bis zu einem Einkommen von 8.820 Euro ist keine Einkommensteuer fällig. So viel kann jeder Deutsche verdienen, ohne dafür Steuern abführen zu müssen. Es wird nach deutschem Steuergesetz grundsätzlich nur das Einkommen versteuert, das über diesem Freibetrag liegt - und die allermeisten Studenten überschreiten den Freibetrag nicht.

In der Praxis ziehen viele Arbeitgeber, insbesondere bei Werkstudenten-Jobs, aber bereits Lohnsteuer vom monatlichen Gehalt ab - unabhängig davon, ob am Jahresende der Freibetrag überschritten wird oder nicht. Die Lohnsteuer ist eine Vorauszahlung für die Einkommensteuer. Wer also von seinem Arbeitgeber Lohnsteuer einbehalten bekommen hat (das steht auf der Lohnabrechnung), hat schon für seine Einkommensteuer vorbezahlt – und kann sie sich vom Finanzamt voll zurückholen, sofern das Jahreseinkommen nicht über dem Freibetrag von zurzeit 8.820 Euro liegt. 

Dazu sollten am Jahresende einfach eine Steuererklärung abgeben. Das Finanzamt wird zu viel gezahlte Steuern dann erstatten. Wer mehr als 8820 Euro verdient hat, kann sich die Steuern meist wenigstens teilweise zurückholen. 
Detaillierte Erklärungen und weiterführende Tipps findet ihr kostenpflichtig bei www.test.de.

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