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Beendigung des Arbeitsvertrages: Wie schreibe ich eigentlich eine Kündigung – und worauf muss ich dabei besonders achten?

Manchmal muss man einfach Schluss machen – das ist im Job nicht anders als in der Liebe. Wenn es nicht mehr weitergeht, gilt es zu handeln. Aber anders als in zwischenmenschlichen Beziehungen gibt es für die berufliche Kündigung ein paar klare Regeln.

Kündigung schreiben

Manchmal ist die Kündigung der letzte Ausweg (Symbolbild)

Machen wir uns nix vor: Was hält heutzutage schon ewig? Unsere Liebesbeziehungen bestehen doch kaum noch den Test der Zeit, und im Gegensatz zu früher haben auch die Arbeitsverhältnisse bei weitem nicht mehr so eine lange Halbwertzeit. Das soll weder zynisch noch verbittert klingen, es ist einfach eine Tatsache: Wir haben (zu) viele Möglichkeiten.

Und deshalb wird für die Meisten von uns irgendwann einmal der Moment kommen, in dem wir – aus welchem Grund auch immer – unseren Arbeitsvertrag kündigen müssen. Und das ist zwar kein komplexer Vorgang, dennoch gibt es ein paar Regeln zu beachten, damit die Beendigung nicht im schlimmsten Fall ungültig wird. Wie kündige ich also ordentlich – und worauf muss ich dabei besonders achten?

Kündigung schreiben: Fragen & Antworten

Schriftlich oder mündlich?

Grundsätzlich immer schriftlich! So sieht es das Arbeitsrecht vor: "Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Auflösungsvertrag bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform", heißt es in § 623 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Die elektronische Form ist demnach ausgeschlossen, E-Mail oder Fax genügen also nicht. Außerdem muss die Kündigung immer persönlich unterschrieben werden.

Was muss drinstehen?

Neben der handgeschriebenen Unterschrift sollten in der Kündigung unbedingt weitere Eckpunkte enthalten sein, um Missverständnissen vorzubeugen: das aktuelle Datum und eine eventuelle Personalnummer; Anschrift von Arbeitnehmer und Arbeitgeber; das konkrete Wort "Kündigung" sowie die Kündigungsfrist; die Anrede "Sehr geehrte Damen und Herren" oder die direkte Anrede an den Chef.

Was ist mit der Kündigungsfrist?

Wer rechtzeitig den Arbeitsvertrag beenden will, muss die Kündigungsfrist kennen. Diese ergibt sich aus der vom Gesetz festgelegten Kündigungsfrist, dem Arbeitsvertrag oder dem Tarifvertrag. Nach § 622 des BGB kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Gültig ist diese Regel für alle Arbeitnehmer, die länger als sechs Monate beschäftigt sind. Die Frist kann verlängert werden, solange dies auch für den Arbeitgeber gilt. Die gesetzliche Kündigungsfrist kann allerdings nicht durch den Arbeitsvertrag verkürzt werden. Weitere Informationen zu Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen findet ihr hier.

Wie stelle ich die Kündigung standesgemäß zu?

Wer das Schreiben persönlich abgibt, sollte sich dafür eine Quittung geben lassen. Auf dem Postweg sollte die Kündigung per Einschreiben erfolgen. Zugestellt gilt die Kündigung grundsätzlich, sobald sie im Unternehmen eingegangen ist.

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tim
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