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Shitstorm gegen Supermarkt: Absurdes Foto sorgt für Empörung: 3,20 Euro für drei halbierte Tomaten in Plastik!?

Guckt man ins Gemüseregal, sieht man Plastik soweit das Auge reicht. Ein Foto hat einem französischen Supermarkt nun einen deftigen Shitstorm eingebrockt. Es geht nicht nur um die Verpackung.

Drei halbierte Tomaten in einer Plastikverpackung

Sowohl der hohe Preis als auch die Verpackung der Tomaten sorgen im Netz für Unverständnis

Es ist ein Anblick, bei dem man nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Ein französischer Supermarkt verkauft allen Ernstes drei in der Mitte durchgeschnittene Tomaten in einer Plastikschale und mit Frischhaltefolie umwickelt. Und als wäre das nicht schon genug, kostet das Ganze auch noch stolze 3,20 Euro. Ein Twitter-User hat das Produkt fotografiert und ins Internet gestellt. Dazu postete er noch ein weiteres Bild, das ein ganzes Kühlregal mit abgepacktem, eingeschweißtem Obst und Gemüse zeigt.

Innerhalb kürzester Zeit teilten tausende User den Post, machten ihrer Fassungslosigkeit Luft und wetterten gegen den Supermarkt.

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"Wohlfühl-Häppchen" für die Kunden

Immer häufiger findet man in den letzten Monaten geschnittenes Gemüse und Obst im Supermarktregal. Bei manchen Produkten kann das sogar Sinn machen – entweder, weil man nur eine kleine Menge der Frucht oder des Gemüses kaufen möchte oder, weil die Aufbereitung schwierig ist. Will man also keine ganze Wassermelone kaufen, kann es durchaus Sinn machen, kleine Teile davon zu kaufen. Ähnlich verhält es sich mit Ananas oder Kokosnüssen, die nicht für jedermann problemlos zu öffnen sind. Doch Pilze, Gurken oder eben Tomaten müssen nun wirklich nicht aufgeschnitten verkauft werden. Was also hat den Supermarkt zu dem Verkauf der überteuerten Schnitt-Tomaten geritten? 

Ein Sprecher der Supermarktkette "Géant Casino" hat mit der Newsseite "franceinfo" über den Vorfall gesprochen. Er erklärte, dass das Produkt nicht zum Standardsortiment gehöre und die geschnittenen Tomaten so in den nächsten Wochen nicht mehr verkauft werden sollen. Doch er räumte auch ein, dass es aktuell Trend sei, Obst und Gemüse geschnitten zu verkaufen. Das erspare dem Kunden bei der Zubereitung schließlich viel Zeit.

Empörung über die Plastikverpackung 

Doch den meisten Kritikern geht es gar nicht nur um das aufgeschnittene Obst oder Gemüse. Es geht ihnen hauptsächlich um den Verpackungsirrsinn. In Zeiten, in denen verpackungsfreie Läden gerade aus dem Boden schießen und fast täglich über die von Plastikmüll verdreckten Ozeane berichtet wird, sind Tomaten, die problemlos ohne Plastikverpackung verkauft werden können, vielen verständlicherweise ein besonderes Ärgernis. Eine Userin schreibt zu dem Foto auf Facebook beispielsweise: "Ich hoffe, du musst ewig warten, bis jemand vorbei kommt, der dumm genug ist so etwas zu kaufen. UNFASSBAR! Selbst wenn einem Plastik egal wäre, ist es einfach nur idiotisch......" Eine andere Userin hat Verständnis für den Schnitt, fordert aber die Verwendung von Bioplastik: "Naja, für Menschen mit Behinderung z.B. oder alte Menschen, die Gemüse nicht mehr selbst schneiden können, ist es schon eine gute Idee. Bioplastik wäre aber ein Muss!"

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hh
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