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Sexismus-Debatte auf der Berlinale : Warum Palina Rojinski mehr Frauen mit Bauch sehen und Tom Beck kein Feminist sein will

Nach den Skandalen um Weinstein und Wedel sind Machtmissbrauch und Sexismus auch auf der Berlinale Thema. Wir haben uns bei Til Schweiger, Palina Rojinski, Florian David Fitz und Co. umgehört und gefragt: Was muss sich ändern?

Til Schweiger

Til Schweiger

"Was sich zuerst verändern muss, ist, dass die Leute die Schnauze halten, die so etwas sagen wie: 'Wer 20 Jahre keine Anzeige gemacht hat, der soll jetzt mal die Klappe halten, das ist eh verjährt.' Erstens darf sexueller Missbrauch gar nicht verjähren, finde ich, und eigentlich müsste man den Leuten mehr verklickern, was in einem Opfer vorgeht, das missbraucht worden ist und was für ein lebenslanges Trauma daraus entsteht. Denn genau diese Haltung ist es ja, die den Opfern zeigt, das sie nichts sagen dürfen. Das finde ich zum Kotzen."

Picture Alliance

Gefeiert wird auf der Berlinale 2018 - auch wenn die Skandale um Harvey Weinstein und Dieter Wedel die Filmbranche erschüttert haben. Das Thema ist längst nicht durch, auch in Deutschland nicht: Festivaldirektor Dieter Kosslick erzählte, dass einige Beiträge aus dem Berlinale-Programm genommen wurden, weil Fehlverhalten bekannt war. Namen werden nicht genannt - aber allein die Tatsache reicht, um zu wissen, dass der Branche noch ein langer Weg bevorsteht.

Wie sehen die deutschen Promis die Diskussion um Machtmissbrauch, sexuelle Ausbeutung und Frauenfeindlichkeit? NEON war auf dem roten Teppich unterwegs und hat beim Empfang des Medienboards Berlin Brandenburg und bei der "Movie Meets Media"-Party am Rande der Berlinale gefragt: Was muss sich ändern?


sst