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Addy A-Game: "Drohverhalten" gegen Frauen: Selbsternannter Pick-Up-Artist muss ins Gefängnis

Er machte es sich zum Sport, so viele Frauen wie möglich ins Bett zu bekommen. Doch dabei ging Adnan Ahmed, alias Addy A-Game, viele Schritte zu weit. Nun hat ihn ein Gericht wegen Drohverhaltens verurteilt.

Adnan Ahmed, besser bekannt unter seinem Online-Namen Addy A-Game, hat es sich zur Aufgabe gemacht, so viele Frauen wie möglich ins Bett zu bekommen. Während das der Traum vieler junger Männer sein mag, hat der 38-Jährige daraus einen regelrechten Sport gemacht. Er versteht sich selbst als Pick-Up-Artist und das Anbaggern als Spiel, bei dem es möglichst viele Punkte zu ergattern gilt.

In seinen Videos teilte A-Game nicht nur verdeckt gedrehte Videos davon, wie er Frauen auf der Straße ansprach, sondern filmte sie teilweise auch als "Beweis" beim Schlafen. Außerdem stellte er in einigen Fällen beim Sex gemachte Audio-Aufnahmen ins Internet.

Doch nun hat ein Gericht dem Schotten einen Strich durch die Rechnung gemacht – und zwar einen dicken. Denn wegen seiner aggressiven Art und Weise, Frauen nicht nur anzusprechen, sondern regelrecht zu belästigen, wurde er nun wegen bedrohlichem und missbräuchlichem Verhalten in fünf Fällen verurteilt. Das Urteil: zwei Jahre Gefängnis – und Adnan Ahmed wird für die nächsten zehn Jahre auf einer offiziellen Sexualstraftäterliste stehen. Die Polizei hatte angefangen, ihn genauer unter die Lupe zu nehmen, nachdem das BBC-Format "The Social" einige der Maschen des in seiner Community recht bekannten Youtubers aufgedeckt hatte.

Schuldspruch gegen Addy Ag-Game: Er soll keine Reue gezeigt haben

Fünf Frauen zwischen 16 und 21 gaben schließlich an, in Glasgow und Uddingston von Ahmed bedrängt worden zu sein. Im Schuldspruch sagte der Richter laut BBC, der Angeklagte habe im Verfahren keinerlei Reue gezeigt: "Sie haben ausgesagt, dass die Opfer entweder lügen würden oder falsch lägen, aber das sah eine Jury anders. Es war in ihren Aussagen sehr offensichtlich, wie das Erfahrene die Frauen nachhaltig beeinflusst hat."

Eine der Frauen hatte unter anderem angegeben, wie Ahmed ihr durch den Stadtkern von Glasgow gefolgt sei und versucht habe, ihren Kopf zu packen, um sie zu küssen.

Youtube hat inzwischen zahlreiche von Ahmeds Videos gelöscht.

jgs
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