HOME

Australien: "Widerlicher Lifestyle": Dieser Kuss sorgt für Empörung im Netz

Die australische National Rugby League postete ein Foto von zwei Spielerinnen, die sich nach Ende des Spiels küssten. Damit wollte die Liga eigentlich nur ein Zeichen für Gleichberechtigung setzen. Doch das sorgte bei vielen für Empörung.

Australien: "Widerlicher Lifestyle": Dieser Kuss sorgt für Empörung im Netz

Australien: Mit diesem Post erhitzte die National Rugby League die Gemüter vieler im Netz

Rechtlich hat sich für homosexuelle Paare in den letzten Jahren einiges getan. In über 20 Ländern ist die gleichgeschlechtliche Ehe mittlerweile erlaubt. Doch gesellschaftlich ist noch immer einiges zu tun. Das beweist ein Post der australischen National Rugby League (NRL).

Auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte die NRL ein Foto mit dem Hashtag #UnserWeg. Es zeigt, wie sich die beiden Spielerinnen Karina Brown und Vanessa Foliaki nach Ende des Spiels küssen. Zwar gab es viele positive Reaktionen, dennoch kam dieser Kuss nicht bei allen gut an.

💙 ❤️ ️ Women's Rugby League #OurWay

Gepostet von NRL - National Rugby League am Freitag, 22. Juni 2018

NRL kontert homophobe Kommentare

Viele Menschen äußerten sich kritisch – einige sogar abartig homophob. "Ich kann nicht glauben, dass die NRL einen solchen widerlichen Lifestyle unterstützt", schrieb ein User. Ein anderer sprach von einer "Sexualisierung der Frauen-Rugby-Liga". "Erst macht ihr einen Schritt vor und dann wieder drei Schritte zurück."

Das ließ die Liga aber nicht auf sich sitzen. Sie reagierte umgehend. "Willkommen im Jahr 2018 … wir können es kaum erwarten, dass Sie sich uns anschließen", entgegnete die NRL zynisch und fügte hinzu: Wenn wir ein Bild von Cooper Cronk (australischer Rugby-Spieler, Anm. d. Red.) und seiner Frau, wie sie sich küssen, posten, dürfen wir auch eines von Karina Brown und Vanessa Foliaki teilen."

Australiens Rugby Liga ein Vorbild für andere Sportligen

Die australische Rugby Liga ist bekannt für ihre Bemühungen für die Rechte von Homosexuellen. Dafür wurde sie jetzt sogar von der gemeinnützigen "Pride in Sport"-Organisation ausgezeichnet. Auch Karina Brown und Vanessa Foliaki sind dankbar für die Unterstützung, wie sie in einem Interview mit "NRL.com" erzählten. "Jeder will, dass wir heiraten. Unser Trainerteam unterstützt uns. Wir fühlen uns von allen geliebt."

Wichtiges Zeichen: Darum halten diese Politiker plötzlich Händchen
rpw
Themen in diesem Artikel