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Nachhaltigkeit: Schluss mit Plastikmüll: Aldi will ab sofort Plastikartikel aus dem Sortiment nehmen

Während die EU-Staaten bis 2021 warten, will Aldi schon im kommenden Jahr dem Plastik den Kampf ansagen. Und der Discounter ist damit nicht allein.

Aldi Plastik

Die Discounter Aldi und Lidl wollen ab 2019 keine Einweg-Plastikartikel mehr verkaufen – darunter fallen zum Beispiel Einweggeschirr oder Trinkhalme

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Der Discounter Aldi will künftig darauf verzichten, Trinkhalme, Geschirr und Einwegbecher aus Plastik zu verkaufen. Sie sollen "ab sofort" nicht mehr angeboten werden. Dabei gilt die Regelung für beide Ableger der Kette, Aldi Süd und Aldi Nord. Auch andere "überflüssige Einweg-Plastikartikel" wolle man Schritt für Schritt auf umweltverträglichere Materialien umstellen oder durch Mehrweglösungen ersetzen, erklärte Aldi in einer Pressemitteilung am Donnerstag.

Discounter gegen Plastik

Doch Aldi ist nicht der erste Supermarkt mit dieser Idee – auch Lidl und Rewe hatten in den vergangenen Monaten diese Schritte angekündigt. So will Lidl in seinen rund 3200 Filialen bis Ende 2019 Einwegplastik-Artikel wie Trinkhalme, Becher, Teller, Besteck und Wattestäbchen mit Plastikschaft komplett auslisten und durch recycelbare Produkte ersetzen. Rewe plant, bis 2020 sämtliches Plastik-Einweggeschirr aus dem Sortiment zu streichen. Den Verzicht auf Einweg-Plastikhalme hatte der Lebensmittelhändler bereits im Juli angekündigt. Der Discounter Netto, der zu Edeka gehört, stellt 2019 ebenfalls bundesweit den Verkauf von Plastikbesteck und Einwegbechern aus Kunststoff ein.

Schneller als die Politik

Die Einzelhändler agieren damit schneller als die Politik. Am Mittwoch hatten die EU-Staaten und das Europaparlament  auf ein Verbot von Wegwerfprodukten aus Kunststoff geeinigt, das aber voraussichtlich erst in etwa zwei Jahren in Kraft treten soll.

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dpa/lau