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Twitter: Was reden die Kids? Schülerin findet heimliches "Slang"-Wörterbuch ihres Lehrers

Endlich mal alles verstehen, was die Schüler im Unterricht von sich geben: Das war das Ziel eines High-School-Lehrers aus Massachusetts. Deshalb führte er ein "Slang"-Wörterbuch, für das er nun auf Twitter gefeiert wird.

"Sheeeesh, das ist so wack. Da krieg man voll den Rant bei diesem Lauch." Na, auch kein Wort verstanden? Macht nichts. Da seid ihr nicht allein. James Callahan erging es lange Zeit ähnlich. Der 43-jährige High-School-Lehrer aus Massachusetts hatte keine Ahnung, was seine Schüler da manchmal von sich gaben, wenn sie während seines Unterrichts zum Beispiel von "crackie", "clapped" oder "slay" sprachen.

Doch statt diese Begriffe einfach zu überhören, führte er eine alphabetische Wörterbuchliste in einem "Google-Docs"-Dokument, dem er den Titel "Gen Z Slang" gab, was so viel wie "Umgangssprache der Generation Z" heißt. Darin notierte er jeden einzelnen Jugendwort-Begriff mit der jeweiligen Übersetzung. Sein Ziel: Er will seine Schüler verstehen, um ein besserer Lehrer zu sein.

Twitter feiert das "Gen Z"-Wörterbuch

Am vergangenen Montag wollte er seine Liste um einen "Slang" erweitern. Als jemand etwas sagte, was Callahan mal wieder nicht verstand, fragte er nach. Er wollte wissen, was es bedeutete. Es stehe nämlich nicht in seinem Wörterbuch. Seine Schüler wurden sofort hellhörig. Sie fragten ihren Lehrer, welches Wörterbuch er meine. Und dann zeigte Callahan seine Liste.

So erzählt es jedenfalls die Twitter-Userin "@mewtailv2" dem Online-Portal "Buzzfeednews". Die 17-jährige Schülerin fotografierte die Liste und veröffentlichte die Bilder wenig später auf Twitter. Dort ging sie binnen weniger Stunden viral, wurde 170.000 Mal retweetet und über 585.000 Mal gelikt. "Sie ist so lang. Das Meiste davon ist sogar richtig. Er fragt uns nämlich immer, bevor er etwas hinzufügt", so das junge Mädchen.

"Die Kinder lachen drüber"

Mittlerweile hat Callahan die gesamte Liste in einem neuen PDF-Dokument der Öffentlichkeit zu Verfügung gestellt. Dabei hätte er es vorher nie für möglich gehalten, dass sie irgendwen überhaupt interessiert. Er benutzt die Begriffe übrigens auch selbst während seiner Unterrichtsstunden, wie Callahan CNN verriet. "Es macht immer Spaß, wenn ich ihre Worte in meinem Unterricht, in meinen Vorlesungen verwenden kann. Die Kinder lachen darüber und es gibt mir das Gefühl, dass es mich zu einem besseren Lehrer macht."

Jugendsprache

Quellen: Buzzfeednews / CNN / Twitter

rpw
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