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Spektakulärer Film-Effekt Zigarette entfacht Benzinexplosion - reiner Hollywood-Mythos oder ist da was dran?

Es ist ein Klassiker unter den Filmszenen: Eine Zigarette fällt auf den Boden in eine Benzinlache und entfacht eine Explosion. So ließ bereits Hitchcock 1963 in seinem Klassiker "Die Vögel" eine ganze Tankstelle explodieren. In der Realität hört man von solchen Fällen jedoch selten. Die Wahrheit ist nämlich: Es ist unmöglich, eine Benzinlache mit einer hineingeworfenen Zigarette zu entzünden.
Das haben Forscher im Auftrag der amerikanischen Justizbehörde herausgefunden. Dazu ließen sie  insgesamt 723 angezündete Zigaretten in Benzin fallen. Das Ergebnis: Nicht ein einziges Mal entzündete sich dabei ein Feuer. Die Zigarette wurde vom Benzin sozusagen gelöscht. Die Behörde hatte die Forschung in Auftrag gegeben, da mutmaßliche Brandstifter immer wieder behaupteten, sie hätten das Feuer versehentlich mit ihrer Zigarette entfacht.

Dass Benzin gefährlich sein kann, ist dennoch kein Mythos. Mischt sich das Benzin im gasförmigen Zustand mit Luft, wird es durch den darin enthaltenden Sauerstoff hochexplosiv. Schon ein kleiner Funke in der Luft kann dann reichen, um die Explosion auszulösen. Dass eine ganze Tankstelle in die Luft fliegt, ist in Deutschland dennoch kaum denkbar. Durch besondere Vorkehrungen wie Sicherheitsventile sind sie gut gegen Feuer geschützt. Dennoch kommt es regelmäßig vor, dass in einem Schlauch Restbenzin bleibt, der auf den Boden fließt. Wird das, zum Beispiel aufgrund besonderer Hitze, gasförmig, könnte trotzdem ein Feuer entstehen. Es gilt also zu Recht: Rauchen ist an Tankstellen absolut untersagt.

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Wer kennt das nicht: Ein Auto läuft aus, Benzin fließt, und eine Zigarette fällt auf den Boden. In Hollywood explodiert dann schon mal eine ganze Tankstelle. Wir erklären, wie realistisch das ist.
lg

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