HOME

Klima-Demo: "Fridays for Future" lässt nicht locker: Nächster weltweiter Klima-Streik schon in Planung

In einem offenen Brief rechnen die jungen Klima-Aktivisten mit den Klimaschutzplänen der Bundesregierung ab und kündigen zudem einen weiteren globalen Aktionstag für den 29. November an.

Fridays for Future

Seit 2018 gehen vor allem Schüler und Studenten auf die Straße, um für das Klima zu protestieren. Die "Fridays for Future"-Bewegung plant nun erneut einen weltweiten Aktionstag am 29. November 2019.

Picture Alliance

Am 20. September gingen deutschlandweit Hunderttausende für das Klima auf die Straße. Nun hat die "Fridays for Future"- Bewegung erneut einen globalen Klimastreik angekündigt.  In über 100 Städten seien bereits Aktionen geplant, teilten die Organisatoren mit. Neben klassischen Streiks solle es auch "kreative Proteste" geben. Er soll am 29. November, direkt vor der Weltklimakonferenz in Chile, stattfinden. Vom 2. bis zum 13. Dezember kommen in Santiago de Chile Politiker, Wissenschaftler und Aktivisten zusammen, um über die weltweite Klimaschutzpolitik zu diskutieren.

Kritik an der Bundesregierung

In einem am Freitag veröffentlichten offenen Brief an die Spitzen der Bundesregierung und Regierungsparteien bezeichnet die "Fridays for Future"-Organisation die Entscheidungen der Großen Koalition in Sachen Klimaschutz als "politische Bankrotterklärung". Zwar würde die Bundesregierung behaupten, dass "Fridays for Future" sie aufgerüttelt hätte – doch angesichts ihres 'lächerlichen' Maßnahmenpakets befänden sie sich offensichtlich im Tiefschlaf, heißt es weiter. "Mit dem Eckpunktepapier ignorieren Sie nicht nur den Wunsch hunderttausender junger Menschen nach einer lebenswerten Zukunft, sondern auch die Weckrufe aus der Wissenschaft und aus breiten Teilen der Bevölkerung."

Die Bundesregierung hatte am 20. September Eckpunkte eines Maßnahmenpakets zum Klimaschutz beschlossen. Unter anderem soll ein CO2-Preis klimaschädliche Brennstoffe aus Öl, Erdgas und Kohle verteuern. In den Bereichen Verkehr und Heizen will die Bundesregierung 2021 mit 10 Euro pro Tonne Kohlendioxid (CO2) einsteigen. Kritiker finden diesen Preis zu niedrig.

lau / dpa