Bundeskanzler Friedrich Merz würde seinen Kindern derzeit von einem Aufenthalt in den USA abraten. "Ich würde meinen Kindern heute nicht empfehlen, in die USA zu gehen, dort ausgebildet zu werden und dort zu arbeiten, einfach weil sich dort plötzlich ein gesellschaftliches Klima entwickelt hat", sagte Merz am Freitag bei einer Diskussion mit jungen Menschen auf dem Katholikentag in Würzburg. Das gesellschaftliche Klima habe sich dort rasant verändert. "Heute haben die Bestausgebildeten in Amerika große Schwierigkeiten, einen Job zu finden."
Mit Blick auf die Diskussion um die Arbeitsmoral in Deutschland wies Merz den Vorwurf an die CDU zurück, sie halte die Deutschen für arbeitsscheu. "In meiner Partei hat noch niemand gesagt, dass die Menschen in Deutschland faul sind. Ich auch nicht", sagte der CDU-Vorsitzende.
Friedrich Merz räumt Fehler in Kommunikation ein
Merz räumte aber Fehler bei seiner Kommunikation ein: "Ich weiß, dass ich in meiner Kommunikation etwas verbessern muss, damit diese Botschaft besser verstanden wird", sagte er. Er habe auf die im internationalen Vergleich geringere Arbeitszeit hinweisen wollen: "Wenn wir diesen Wohlstand erhalten wollen, den wir heute haben, müssen wir dazu nicht vielleicht alle gemeinsam die
Ärmel aufkrempeln und ordentlich was tun?"