Ende der Funkstille?
„Gutes Telefonat“ – Merz und Trump sind sich in Iran-Politik einig

Friedrich Merz und Donald Trump sprechen miteinander
Man hört sich offenbar wieder zu: Friedrich Merz (l.) und Donald Trump haben zum ersten Mal seit Wochen wieder miteinander gesprochen (Archivbild)
© Kay Nietfeld / DPA

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Lange war das Verhältnis von Friedrich Merz und Donald Trump angespannt. Nun haben die beiden miteinander telefoniert. Und sind sich zumindest in einer Sache einig.

Nach Spannungen in den deutsch-amerikanischen Beziehungen haben Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump miteinander telefoniert. Merz sprach auf der Plattform X von einem guten Telefonat mit Trump auf dessen Rückreise aus China. „Wir sind uns einig: Der Iran muss jetzt an den Verhandlungstisch kommen.“ Der Iran müsse die Straße von Hormus öffnen. Teheran dürfe keine Nuklearwaffen besitzen. 

Merz schrieb weiter, er und Trump hätten auch eine friedliche Lösung für die Ukraine erörtert und die Positionen im Vorfeld des Nato-Gipfels in Ankara abgestimmt. Der Gipfel ist im Juli. „Die USA und Deutschland sind starke Partner in einer starken Nato“, schrieb Merz. 

Merz und Trump haben schwierige Wochen hinter sich

Trump war zu einem Staatsbesuch in China. Zuletzt hatte der Irankrieg das deutsch-amerikanische Verhältnis immer mehr belastet. Merz hatte den USA vorgeworfen, sich vom Iran demütigen zu lassen. Er hatte dafür eine persönliche Attacke von Trump kassiert: „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“, hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social über den Kanzler geschrieben. Es sei kein Wunder, „dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!“. 

Merz hatte gesagt, die von den USA und Israel anfangs angestrebte schnelle Lösung im Irankrieg sei nicht erfolgt. Den USA warf er eine fehlende Strategie vor. Zuvor hatte Trump Deutschland wegen der ausbleibenden Hilfe bei der Sicherung der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus kritisiert. Der Irankrieg hat wirtschaftliche Folgen auch für Deutschland.

Das US-Verteidigungsministerium hatte angekündigt, rund 5000 der etwa 39.000 in Deutschland stationierten US-Soldaten abzuziehen.

DPA
pgo

PRODUKTE & TIPPS

Kaufkosmos