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"Ich kenne das zu gut": Verlorene Klassensprecherwahl: So tröstet Hillary Clinton eine Achtjährige

Niemand verliert gerne. Außer man ist acht Jahre alt und heißt Martha Kennedy Morales. Die Schülerin verlor die Wahl zum Klassensprecheramt. Anschließend bekam sie Zuspruch von Hillary Clinton.

Hillary Clinton

Mit einem Brief tröstete die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton eine 8-jährige Schülerin, nachdem diese ihre Wahl zum Klassensprecheramt verloren hatte

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Eine Stimme fehlte Martha Kennedy Morales. Hätte auch nur eine Person mehr für sie gestimmt, wäre die Achtjährige aus dem US-Bundesstaat Maryland Klassensprecherin geworden. Und sie hatte sich solche Mühe gegeben. Extra für die Wahl hatte sie eine eigene Kampagne gestartet.

Regelmäßig postete ihr Vater, Albert Morales, auf seiner Facebook-Seite Updates. Letztendlich musste er aber verkünden, dass es nur zum Amt der stellvertretenden Klassensprecherin gereicht hatte. Am Ende war die denkbar knappe Niederlage für Martha aber vermutlich besser. Denn sie brachte ihr unerwarteten Zuspruch von höchster Stelle ein.

Hillary Clinton muntert Martha auf

Hillary Clinton höchstpersönlich munterte die Drittklässlerin mit einem Brief auf. "Ich weiß ganz genau, wie enttäuscht du bist, dass du die Wahl nicht gewonnen hast. Aber du kannst stolz auf dich sein, dass du dich entschieden hast, überhaupt anzutreten. Wie ich zu gut weiß, ist es nicht einfach, sich um eine Stelle zu bewerben, für die sich sonst nur Jungen melden", schrieb die frühere US-Außerministerin und konsultierte noch: "Das Wichtigste ist es, dass du dich für das einsetzt, woran du glaubst – und das ist immer etwas wert."

Wenn jemand etwas vom Verlieren weiß, dann Hillary Clinton. Die 71-Jährige wurde als erste Frau in der Geschichte der USA von einer der großen Parteien für die Wahl zur Präsidentin aufgestellt. Das Ende ist bekannt: Obwohl sie insgesamt mehr Stimmen als Donald Trump holte, unterlag sie dem republikanischen Kandidaten nach Wahlmännerstimmen. Nur wieso schrieb sie Martha überhaupt einen Brief?

"Ich war sehr überrascht"

Ganz einfach: Ein Bekannter Clintons sah die Facebook-Beiträge von Marthas Vaters und erzählte der ehemaligen First Lady davon. Clintons Sprecher, Nick Merrill, bestätigte die Echtheit des Briefs an die Schülerin gegenüber der US-Zeitung "Washington Post".

Dem Blatt erzählte die Schülerin auch vom Moment, als sie den Brief zum ersten Mal in den Händen hielt: "Meine Mutter hatte mich gerade von der Schule abgeholt und zog den Brief aus ihrer Handtasche. Ich öffnete ihn und war sehr überrascht." Demnach sei das junge Mädchen gerade dabei, einen Dankesbrief zu verfassen.

Quellen: Washington Post / Mashable

rpw
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