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Zucker statt Chrystal Meth: Frau sitzt monatelang im Gefängnis – weil sie Zuckerwatte im Auto hat

Bei einer Kontrolle im US-Bundesstaat Georgia kam den Polizisten eine Tüte mit einer "hellblauen Substanz" komisch vor – ein Drogentest hatte fatale Folgen.

Frau isst Zuckerwatte

Blaues Wunder: Zuckerwatte gehört zu den schönen Dingen des Lebens. Polizeibeamte in den USA verwechselten zerdrückte Watte nun aber mit der Droge Chrystal Meth.

Getty Images

Dasha Fincher hatte sich ihren Silvesterabend 2016 sicher anders vorgestellt: Wie das Magazin "Vice" jetzt berichtet, saß die US-Amerikanerin bis April 2017 als vermeintliche Besitzerin und Dealerin von Crystal Meth im Gefängnis.

Was war passiert: Die Polizisten im Bezirk Monroe des US-Bundesstaats Georgia hielten das Fahrzeug von Dasha Finsher zu einer Kontrolle an. Sie waren offenbar wegen der dunklen Fensterscheiben auf das Fahrzeug aufmerksam geworden. Laut der offiziellen Anklageschrift fanden die zwei Beamten auf dem Boden des Autos eine Plastiktüte mit einer "hellblauen Substanz". Sie gingen davon aus, dass es sich dabei um Metaphetamin, das sogenannte Crystal Meth, handelte. Ein erster Drogentest noch am Straßenrand habe das Ergebnis bestätigt. Dasha Fischer wurde wegen Drogenbesitzes festgenommen und kam in Haft.

Keine Drogen, sondern Zuckerwatte

Aufgrund der hohen Kaution von einer Million Dollar, die ein Richter festgesetzt hatte, blieb die Amerikanerin weitere drei Monate im Gefängnis. Erst dann bewies ein Labortest, dass es sich bei der Substanz nicht um Drogen, sondern um ganz gewöhnliche Zuckerwatte gehandelt hatte. Am 18. April 2017 wurden die Vorwürfe gegen Finsher offiziell fallengelassen.

Nun hat die US-Amerikanerin eine Schadensersatzklage eingereicht – gegen den Bezirk, die Polizisten und den Hersteller des irreführenden Drogentest.

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lau