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#MeToo-Debatte bei der Berlinale "Wir leben in einer Tätergesellschaft": Til Schweigers klare Botschaft zu Sexismus

Erst vor wenigen Wochen trugen viele weibliche Stars auf der Preisverleihung der Golden Globes schwarze Kleider, um auf Machtmissbrauch und Ungleichbehandlung in der Unterhaltungsindustrie aufmerksam zu machen. Auch auf der Berlinale finden in diesem Jahr gleich mehrere Veranstaltungen zum Thema Sexismus statt. Ausgelöst durch den Skandal um Harvey Weinstein, ist die "MeToo"-Debatte mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Wir haben mit Til Schweiger über die aktuelle Debatte gesprochen. Dass Sexismus-Opfer nach wie vor von vielen nicht ernst genommen werden, liege auch daran, dass wir in einer Tätergesellschaft leben, so Schweiger. In Deutschland werde immer nur gefragt, wie der Täter zum Täter werden konnte. Stattdessen sollte mehr gezeigt werden, wie es dem Opfer mit der Tat eigentlich geht, so der Filmstar. Menschen, die nun den Opfern vorwerfen, jahrelang geschwiegen zu haben, würden Opfer zu Tätern machen wollen. Das finde er "zum Kotzen". 
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Auch auf der diesjährigen Berlinale spielt das Thema Sexismus eine wichtige Rolle. Wir haben mit Til Schweiger über die aktuelle Debatte gesprochen. Er hat eine klare Botschaft an alle, die versuchen, aus Opfern Täter zu machen.

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