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Macht Cola bald high?: Coca-Cola wird bald Dope: Getränke-Hersteller plant Cannabis-Drinks

Coca-Cola vergrößert immer mehr sein Sortiment: Nach alkoholischen Getränken in Japan will das Unternehmen einem Medienbericht zufolge auch cannabishaltige Drinks entwickeln. Macht Cola also bald high?

Coca-Cola wird bald Dope: Getränke-Hersteller plant Cannabis-Drinks

Macht Coca-Cola bald high?

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Coca-Cola, Coca-Cola zero, Coca-Cola light, Coca-Cola Vanille, Coca-Cola cherry, Coca-Cola light koffeinfrei, Coca-Cola light Lemon C, Coca-Cola zero koffeinfrei: Es gibt inzwischen mehr als ein halbes Dutzend Sorten des beliebtesten Soft-Getränks der Welt. Dem kanadischen Business-Sender BNN Bloomberg zufolge kann in Zukunft eine cannabishaltige Sorte dazukommen. Das US-Unternehmen führt diesbezüglich Gespräche mit dem kanadischen Marihuana-Produzenten Aurora.

"Wir beobachten das Wachstum von nicht-psychoaktivem CBD als Bestandteil von funktionellen Wellnessgetränken auf der ganzen Welt", teilte Coca-Cola-Sprecher Kent Landers in einer E-Mail-Mitteilung an Bloomberg News mit. "Dieser Bereich entwickelt sich schnell. Allerdings sind derzeit noch keine Entscheidungen getroffen worden." Zu den Verhandlungen mit Aurora wollte Landers aber keinen Kommentar abgeben. Die Gespräche seien laut einem Insider aber "ziemlich weit fortgeschritten".

Wird man durch die Cola dann high?

Allerdings soll die Cannabis-Cola nicht high machen. Unter Berufung des Insiders geht der Fernsehsender von einem "Erholungstrunk" aus, das vor allem gegen Schmerzen, Entzündungen und Krämpfe wirken soll. Der Grund für die Annahme: Der Drink soll auf Cannabidiol (CBD) basieren – einem Inhaltsstoffe der Hanfpflanze, der anders als Tetrahydrocannabinol (THC) keine psychoaktive Wirkung hat.

Eine Kooperation für Coca-Cola ist auch aus wirtschaftlicher Sicht interessant. Neueste Schätzungen gehen davon aus, dass der CBD-Markt bis zum Jahr 2020 auf 1,8 Milliarden Euro anwachsen wird. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 waren es "nur" 173 Millionen Euro. Das geht aus einem kürzlich im "Hanf Business Journal" veröffentlichten Bericht hervor. Der CBD-Markt profitiert vor allem von den neuen Gesetzen in Kanada und einigen US-Bundesstaaten, die Marihuana auch für nicht medizinische Zwecke als Genussmittel legalisiert haben. Dennoch bleibt nach dem US-Bundesrecht der Handel damit verboten.

Coca-Cola stellt sogar schon alkoholhaltige Getränke her

Es ist nicht die erste Meldung in diesem Jahr, dass der Getränkeriese sein Sortiment vergrößert. Im März wurde bereits bekannt, dass Coca-Cola in Japan erstmals in seiner Konzerngeschichte ein alkoholisches Getränk auf den Markt bringt. Der Konzern will damit die sinkenden Limonadenverkäufe kompensieren.

Zu Besuch bei Coca-Cola: Wie entsteht eigentlich ein neues Getränk?
rpw
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?