Der 24-jährige Beschuldigte hatte nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft am 14. Dezember 2025 zusammen mit seinem Vater Sajid Akram während einer Zeremonie zum jüdischen Chanukkafest am Bondi Beach in Sydney in eine Menschenmenge geschossen. 15 Menschen wurden getötet, dutzende weitere wurden verletzt.
Die australischen Behörden stufen die Tat als antisemitischen Angriff ein. Sie gehen davon aus, dass die beiden Täter von der Ideologie der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beeinflusst waren. Demnach hatten Vater und Sohn im Vorfeld Übungen mit Schusswaffen ausgeführt und ein Video veröffentlicht, in dem sie ihre antisemitischen Beweggründe für die Attacke darlegten. Der 50-jährige Sajid Akram wurde bei dem Angriff von der Polizei erschossen.
Naveed Akram war ursprünglich wegen dutzender schwerer Verbrechen angeklagt worden, darunter Terrorismus und 15-facher Mord. Mitte Februar war der 24-Jährige per Videoübertragung zu seiner ersten öffentlichen Anhörung vor dem Gericht in Sydney erschienen. Er sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis ein.
Nach dem Schusswaffenangriff hatte die australische Regierung eine Reihe von Reformen des Waffenrechts angekündigt, darunter ein landesweites Rückkaufprogramm für Schusswaffen. Wegen Unstimmigkeiten mit den australischen Bundesstaaten ist dieses Programm aber ins Stocken geraten.