Forscher haben im peruanischen Bergland ein rund 600 Jahre altes Grab mit den Überresten von fünf Menschen entdeckt. Dem peruanischen Kulturministerium zufolge bestand die hufeisenförmige Grabstätte aus Steinen und enthielt mehrere Opfergaben. Gefunden wurde die Grabanlage im peruanischen Amazonasgebiet auf dem Gelände der während der Chachapoya-Kultur errichteten Festung Kuelap.
Die Chachapoya sind ein prähistorisches Andenvolk, das kurz vor dem Eintreffen der Spanier von den Inka unterworfen worden war. Zu den in der Grabstätte gefundenen rituellen Opfergaben gehörten Keramikobjekte, die Früchte und Pflanzen darstellen. Besondere Aufmerksamkeit der Forscher erregte ein kleiner geschnitzter Knochen, der an einem Ende einen menschlichen Kopf darstellt. Außerdem wurden Fragmente von Metallzangen und Steinmörsern gefunden. Den Forschern zufolge entspricht das Grab den Bestattungsriten, die vor rund 600 Jahren üblich waren.
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