Der Zug der Linie mit dem Namen "Zubr" (Bison) sei durch den Zusammenprall nicht entgleist, teilte der Polizeisprecher mit. Er habe seine Reise zwischen Bialystok und Warschau etwa anderthalb Stunden später fortsetzen können.
Der Bialowieza-Wald in Polen und Belarus gilt als der letzte Urwald Europas und ist Unesco-Weltnaturerbe. In dem Wald leben etwa 1200 wilde europäische Bisons, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts fast ausgestorben waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Art, deren Bullen bis zu 900 Kilogramm schwer werden können, in Bialowieza gezielt wieder angesiedelt.
Jedes Jahr werden mehrere Bisons in dem Gebiet durch Verkehrsunfälle getötet. "Aber normalerweise sind das Einzelfälle. Ich kann mich nicht an einen Unfall erinnern, bei dem drei Bisons gleichzeitig von einem Zug überfahren wurden", sagte der polnische Säugetierexperte Rafal Kowalczy.