Unfallchirurgen haben wegen der großen Verletzungsgefahr dringend vom Fahradfahren bei Eis und Schnee abgeraten. "Das Risiko zu stürzen ist deutlich erhöht – selbst für geübte Radfahrende", erklärte Frank Hildebrand, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), am Dienstag in Berlin.
Die Notaufnahmen seien derzeit "voll" mit zahlreichen Verletzten nach Glatteisunfällen. Dass viele Menschen auch bei Eis und Schnee mit dem Fahrrad unterwegs seien, sei hochriskant.
Glatte Fahrbahnen führten dazu, dass Reifen leichter wegrutschen und das Gleichgewicht verloren geht. Gleichzeitig verlängere sich der Bremsweg deutlich. Schon kleine Lenkbewegungen oder Ausweichmanöver könnten dann zum Sturz führen.
Eine zusätzliche Gefahr für Radler besteht dem Verband zufolge durch den Autoverkehr. Schnee und Eis auf Scheiben sowie Schneefall führten für Autofahrer oft zu eingeschränkter Sicht. Wenn Radfahrer dann unerwartet rutschten oder stürzten, könnten Autofahrer häufig nicht rechtzeitig reagieren.
hex/ran