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Gedenken an Opfer von NS-Massaker Benedikt XVI. besucht Gedenkstätte in Rom


Während des Zweiten Weltkriegs richteten Nationalsozialisten in den Ardeatinischen Höhlen im Süden Roms 335 Zivilisten hin und verscharrten sie in einem Massengrab. Am Sonntag hat Papst Benedikt XVI. den Opfern dieses Massakers gedacht.

Bei einem Besuch der Ardeatinischen Höhlen in Rom hat Papst Benedikt XVI. der Opfer des schlimmsten NS-Massakers auf italienischem Boden gedacht. Die Gedenkstätte im Süden Roms sei ein "schmerzliches Monument des entsetzlichsten Bösen", sagte der Papst am Sonntag nach Kniefall und Gebet an dem Massengrab. "Was hier am 24. März 1944 geschah, war eine sehr schwere Beleidigung Gottes." Benedikt XVI. kam in Begleitung von Roms Oberrabbiner Riccardo Di Segni. In den Ardeatinischen Höhlen hatten die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs 335 Zivilisten hingerichtet und verscharrt.

Der als "privat" eingestufte Termin folgt der Einladung einer Organisation von Opferfamilien und ist der dritte Besuch eines Papstes an dem Gedenkort. Im Jahr 1965 hatte Paul VI. die Höhlen besucht, 17 Jahre später Johannes Paul II. Unter den im Jahr 1944 mit Genickschüssen getöteten Menschen befanden sich 75 Juden. Die Menschen wurden aus Vergeltung für einen Anschlag des italienischen Widerstands in Rom getötet, bei dem 33 deutsche Offiziere getötet worden waren. Benedikt XVI. war in den letzten Kriegsmonaten Mitglied der Hitlerjugend. In den vergangenen Jahren verurteilte er bei mehrfach die NS-Verbrechen.

Es bestehe die "Möglichkeit einer besseren Zukunft, frei von Hass und Rache, einer Zukunft von Freiheit und Brüderlichkeit", sagte der Papst mit Bezug auf eine in den Höhlen gefundenen Botschaft eines der Opfer des Massakers. Darin bittet das Opfer darum, die Juden vor der Nazi-Barbarei zu bewahren.

AFP AFP

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