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Guttenberg und das Plagiat Vater Enoch empfand Affäre "wie einen Tsunami"


Vier Monate nach dem Rücktritt seines Sohnes als Bundesverteidigungsminister hat sich Enoch zu Guttenberg erstmals über die Plagiatsaffäre geäußert. Er sagte, sein Sohn sei "öffentlich zerschlagen" worden.

Die Plagiats-Affäre um den früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist nach den Worten seines Vaters Enoch "wie ein Tsunami über die Familie gekommen". "Wir sammeln immer noch die Trümmer auf", sagte der Dirigent dem Magazin "Cicero". Kein Mensch, der es nicht selber erlebt habe, könne sich vorstellen, wie das ist, zuschauen zu müssen, "wie der eigene Sohn öffentlich zerschlagen wird". Das sei fast nicht auszuhalten gewesen.

Karl-Theodor zu Guttenberg war am 1. März wegen nicht gekennzeichneter Zitate in seiner Doktorarbeit zurückgetreten. Sein Vater zweifelt aber nicht an seiner Aufrichtigkeit, wie er "Cicero" sagte. "Nachdem das alles aufkam, erlebte ich seinen eigenen, langen Erkenntnisprozess." Seine öffentlichen Reaktionen seien keine Beichten auf Raten gewesen, sondern "entsprach einfach diesem Prozess".

Den Medien warf Enoch zu Guttenberg eine "Treibjagd" und eine "öffentliche Hinrichtung" vor. Über die ganze Familie seien "falsche oder halbwahre Geschichten" kolportiert worden.

roh/AFP AFP

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