Dies führe zu "Marktverwerfungen, die sich nicht allein durch deutlich mehr Kontrollen beheben lassen", sagte Dittrich. "Entscheidender ist, dass die Anreize für Schwarzarbeit wieder schwächer werden. Schwarzarbeit nimmt zu, weil die Rahmenbedingungen für ehrliche Betriebe schlecht sind."
Eine Handwerksleistung dürfe nicht durch die Rahmenbedingungen so teuer werden, dass es sich lohne, auf Handwerksleistungen in der Schwarzarbeit auszuweichen, erklärte Dittrich. "Fakt ist, dass ein Handwerker heute mehr als sechs Stunden arbeiten muss, um eine Stunde Dienstleistung seines eigenen Betriebes bezahlen zu können." In den 1970-er Jahren seien dies nur dreieinhalb Stunden gewesen.
Solange Lohnzusatzkosten, Steuern und Abgaben auf dem derzeit hohen Niveau verharrten, lasse sich diese Schere auch nicht einfach über Lohnerhöhungen oder einen höheren Mindestlohn schließen, fuhr Dittrich fort. Er vermisse allerdings einen Plan der Bundesregierung für echte Strukturreformen, die zu einer Senkung der Sozialversicherungsbeiträge führen könnten. Die bisherigen Maßnahmen zur Belebung der Konjunktur halte er zwar für richtig, aber nicht für ausreichend.