Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu bezeichnete die nun abgeschlossene Rückholung aller lebenden und verstorbenen Geiseln als "außergewöhnliche Leistung für den Staat Israel". Er erklärte: "Wir haben versprochen – und ich habe versprochen –, alle zurückzuholen. Wir haben sie alle zurückgebracht, bis auf den letzten Gefangenen."
Am Montagfrüh hatte Netanjahus Büro die Zustimmung Israels zu einer "eingeschränkten Wiedereröffnung" des Grenzübergangs Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten für den Fußgängerverkehr bekanntgegeben - jedoch die Rückgabe der letzten verbliebenen Geisel zur Voraussetzung dafür gemacht.
Der kürzlich ernannte Vorsitzende der Übergangsverwaltung für den Gazastreifen, Ali Schaath, hatte am vergangenen Donnerstag eine Öffnung des Grenzübergangs in beide Richtungen angekündigt. Der Grenzübergang im Süden des Gazastreifens ist eine wichtige Passage für humanitäre Hilfe für die 2,2 Millionen Einwohner des Palästinensergebiets.
Medienberichten zufolge hatten die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner die israelische Regierung während ihres Besuchs am Wochenende zu einer Öffnung des Grenzübergangs gedrängt.
Seit dem 10. Oktober gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel. Beide Seiten werfen einander jedoch immer wieder Verstöße gegen die Vereinbarung vor.