Der in den USA lebende Sohn des im Zuge der islamischen Revolution 1979 gestürzten Schahs hatte die Demonstrierenden zuvor aufgerufen, ihre Proteste fortzusetzen. In einem Interview mit dem US-Sender Fox News sagte Pahlavi, er sei bereit, "bei der ersten Gelegenheit" in den Iran zurückzukehren, um dort den "Übergang" anzuführen.
Die Proteste im Iran hatten vor zwei Wochen begonnen und richteten sich zunächst gegen die wirtschaftliche Lage. Inzwischen weiteten sie sich zu Massendemonstrationen gegen die Führung in Teheran aus. Aktivisten zufolge wurden bis Sonntag mindestens 192 Menschen bei den Protesten getötet. Unbestätigte Berichte deuteten aber auf eine deutlich höhere Opferzahl hin, einigen Quellen zufolge gibt es demnach bereits mehr als 2000 Todesopfer.
Wegen der Proteste hatten die Behörden eine landesweite Internetsperre verhängt, die seit mittlerweile mehr als 60 Stunden andauert. Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi hatte vor einem "Massaker im Schutz einer umfassenden Kommunikationssperre" gewarnt.