Sporttrainer aus Sachsen-Anhalt wegen Kindesmissbrauchs in 141 Fällen verurteilt

Darstellung der Justitia
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© AFP
Das Landgericht Dessau-Roßlau hat einen ehemaligen Sporttrainer des sexuellen Missbrauchs von Kindern in 141 Fällen schuldig gesprochen. Die Kammer verurteilte den 55-Jährigen aus Dessau-Roßlau zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren und ordnete die anschließende Sicherungsverwahrung an, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag in der sachsen-anhaltinischen Stadt mitteilte.  

Das Gericht sah es dem Sprecher zufolge als erwiesen an, dass der weitgehend geständige Angeklagte die Taten zwischen 1998 und 1999 beziehungsweise zwischen 2004 und 2011 verübte. Die Opfer waren damals sieben beziehungsweise neun Jahre alt. Der heute 55-Jährige nutzte dabei aus Sicht des Gerichts seine besondere Vertrauensstellung aus.

Der Mann wurde bereits 2024 wegen sexuellen Missbrauchs zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Dabei ging es um den Missbrauch eines ihm anvertrauten Mädchens in fast 230 Fällen zwischen 2017 und 2020. Die damalige Strafe wurde in die jetzige mit einbezogen. Die Sicherungsverwahrung wurde angeordnet, weil eine Sachverständige zu der Einschätzung gelangt war, dass der von dem Mann die Gefahr weiterer erheblicher Straftaten ausgeht, so der Gerichtssprecher. 

Mit dem Urteil folgte das Gericht den Anträgen der Staatsanwaltschaft und der Nebenkläger. Der Angeklagte muss zudem Schmerzensgeld in Höhe von 53.000 Euro zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

AFP