Der Iran nutze "zivile Häfen entlang der Straße von Hormus für militärische Operationen, die den internationalen Schiffsverkehr bedrohen", hieß es in der Centcom-Erklärung. "Zivile Häfen, die für militärische Zwecke genutzt werden, verlieren ihren Schutzstatus und werden nach dem Völkerrecht zu legitimen militärischen Zielen." Die US-Streitkräfte könnten die Sicherheit von Zivilisten deshalb nicht gewährleisten.
Die iranischen Streitkräfte erklärten daraufhin, sollten iranische Häfen angegriffen werden, dann würden sie ihrerseits gegen Häfen in der Region zurückschlagen. "Wenn unsere Häfen und Docks bedroht werden, werden alle Häfen und Docks in der Region zu unseren legitimen Zielen", sagte ein Sprecher der Streitkräfte laut dem iranischen Staatsfernsehen. "Wir fordern die Länder der Region auf, die Amerikaner aus ihrem Land zu vertreiben", fügte er hinzu.
In der Straße von Hormus war zuvor erneut ein Frachtschiff getroffen worden und in Brand geraten. Die iranischen Revolutionsgarden haben die Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel seit Beginn des Krieges am 28. Februar für gesperrt erklärt. Normalerweise passiert rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports die Straße von Hormus.