Die Straße vor dem Einkaufszentrum im noblen Einkaufs- und Vergnügungsviertel Ginza wurde nach dem Vorfall gesperrt, vor dem Gebäude standen Feuerwehrautos. Wie ein AFP-Reporter vor Ort beobachtete, wurden zwei Menschen in Rettungswagen getragen. Einsatzkräfte in Schutzanzügen brachten zudem Menschen aus dem Gebäude, um sie in Spezialfahrzeugen zu untersuchen.
Wie der japanische Rundfunksender NHK berichtete, gab es offenbar nur Leichtverletzte. Eine 70-jährige Frau, die in dem Einkaufzentrum gewesen war, sagte dem Sender, ihr Hals habe angefangen zu "brennen und weh zu tun", als sie sich dem Geldautomaten genähert habe. In direkter Nähe habe sich ihr Hals dann "kratzig" und "fast wie betäubt" angefühlt. Nach Angaben der Feuerwehr hat die Polizei am Einsatzort Ermittlungen aufgenommen.
Gewalttaten sind in Japan relativ selten. Die Mordrate ist niedrig, das Waffenrecht ist sehr strikt. Dennoch gibt es vereinzelt Attacken mit Messern oder Schusswaffen. Im vergangenen Dezember waren bei einem Angriff mit einem Messer in einer japanischen Fabrik 14 Menschen verletzt worden, der Angreifer hatte dabei auch eine Flüssigkeit versprüht.