Hamburg
Polizei vereitelt Anschlag auf Einkaufszentrum – 17-Jähriger festgenommen

Hamburg Staatsanschwaltschaft
Bei der Hamburger Staatsanschwaltschaft laufen Ermittlungen gegen einen Jugendlichen aus Syrien 
© Christian Charisius / DPA

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Er soll den Bombenbau schon begonnen haben, doch dann kam ihm die Hamburger Polizei auf die Spur. Inspiriert durch den IS soll ein 17-Jähriger einen Anschlag geplant haben.

Wegen der mutmaßlichen Vorbereitung eines Bombenanschlags haben Spezialkräfte der Polizei in Hamburg einen 17-Jährigen festgenommen. Der Jugendliche habe für seine Attacke Ziele wie ein Einkaufszentrum oder eine Polizeiwache ins Auge gefasst, teilte die Generalstaatsanwaltschaft der Hansestadt mit. Zu dem Anschlagsplan inspiriert wurde der Jugendliche demnach durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft beschaffte sich der bereits vor einigen Tagen festgenommene Verdächtige unter anderem bereits Dünger zur Vorbereitung. Als Alternative zu einem Bombenanschlag zog er demnach den Einsatz von Molotowcocktails als Brandsatz sowie eine Tatausführung mit einem Messer in Erwägung. 

Hamburg: Dünger, Grillanzünder und Messer gefunden

Neben Universaldünger wurden bei einer Durchsuchung bei ihm laut Ermittlern auch flüssiger Grillanzünder, ein Messer und eine Sturmhaube gefunden. Der Verdächtige ist demnach Syrer.

Der Ermittlungserfolg sei unter anderem "maßgeblich" auf Erkenntnisse des Bundesnachrichtendiensts, des Bundesamts für Verfassungsschutz sowie Untersuchungen des Bundeskriminalamts und des Landeskriminalamts Hamburg zurückzuführen, hieß es weiter. 

Laut Generalstaatsanwaltschaft hatte die Behörde schon zuvor eine psychiatrische Begutachtung des 17-Jährigen veranlasst. Hintergrund war demnach ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Vereinsgesetz und anderer Delikte.

nik/AFP

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