Die Schweiz ist der beliebteste Wohnort im europäischen Ausland von uns Deutschen. Das hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Anfang letzten Jahres hatten rund 329.900 deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger ihren Wohnsitz in der Alpenrepublik.
Damit stellen die Deutschen nach den Italienerinnen und Italiener die zweitgrößte Gruppe ausländischer Staatsangehöriger in der Schweiz. Und das, obwohl der Zuzug nur sehr langsam vonstattengeht. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre zogen gerade einmal 32.000 Personen aus der Bundesrepublik in die Eidgenossenschaft.
Spanien hinter Österreich
Auf dem zweiten Platz in der Beliebtheitsskala deutscher Auswanderinnen und Auswanderer liegt ein weiteres Nachbarland. In Österreich bilden Deutsche die größte Gruppe ausländischer Staatsangehöriger. Anfang 2025 waren es rund 239.500 deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger. Und ihr Anteil wächst ständig: In den vergangenen zehn Jahren zog es rund 69.000 Personen aus Deutschland nach Österreich. Die Gründe dafür sind naheliegend. Sowohl in der Schweiz als auch in Österreich gibt es kaum Sprachbarrieren für Deutsche, in beiden Ländern ist Deutsch auch Amtssprache. Zudem handelt es sich um Nachbarländer. Die Wege zu Verwandten oder Freuden sind nicht weit.
Anders sieht das in Spanien aus. Dennoch ist das liebste Urlaubsland der Deutschen auch ein beliebtes Auswandererland und landet auf Platz drei der Erhebung. Anfang letzten Jahres hatten dort 131.800 Deutsche ihren Wohnsitz. Im letzten Jahr verlagerten 3.900 Personen aus Deutschland ihren Wohnsitz nach Spanien. Allerdings leben auf der iberischen Halbinsel 2,4 Prozent weniger Deutsche als noch vor zehn Jahren. Spanien scheint besonders wegen seines Klimas bei Deutschen hoch im Kurs zu stehen: Deutsche der Altergruppe 65+ wanderten deutlicher lieber nach Spanien (26.8 Prozent) als nach Österreich (13,3 Prozent) aus.
Die zehn beliebtesten europäischen Auswandererländer der Deutschen
- Schweiz (329.900)
- Österreich (239.500)
- Spanien (131.800)
- Frankreich (ca. 94.000)
- Niederlande (ca. 85.000)
- Belgien (ca. 41.000)
- Italien (ca. 36.000)
- Schweden (ca. 34.000)
- Dänemark (ca. 28.000, Daten von 2022)
- Norwegen (ca. 26.000)
Für die Auswertung hat das Statistische Bundesamt auf Daten von der EU-Statistikbehörde Eurostat sowie vom nationalen Bundesamt für Statistik BFS aus der Schweiz zurückgegriffen. Deutsche, die auch die Staatsangehörigkeit des Ziellandes haben, sind nicht in die Auswertung mit eingeflossen.