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Todesschütze von Florida gegen Kaution auf freiem Fuß


Im Fall des getöteten afroamerikanischen US-Teenagers Trayvon Martin kommt der Todesschütze George Zimmerman gegen Zahlung einer Kaution von 150.

Im Fall des getöteten afroamerikanischen US-Teenagers Trayvon Martin kommt der Todesschütze George Zimmerman gegen Zahlung einer Kaution von 150.000 Dollar auf freien Fuß. Der Richter Kenneth Lester setzte die Kaution und weitere Auflagen in Sanford fest, nachdem Zimmerman sich bei den Eltern des Opfers entschuldigt hatte. Zimmerman soll bis zu einer weiteren Verhandlung am 29. Mai eine elektronische Fußfessel tragen, darf keinen Alkohol trinken, keine Waffen mehr tragen und mit der Familie des Opfers keinen weiteren Kontakt aufnehmen.

Der Fall schlug in den US-Medien hohe Wellen. Zimmerman hatte den 17-jährigen Martin Ende Februar in Sanford in Florida erschossen. Das Mitglied einer Bürgerwehr gab an, in Notwehr gehandelt zu haben. Der Jugendliche, der sich nach einem Einkauf in einem bewachten Wohngebiet auf dem Heimweg befand, war jedoch unbewaffnet.

Die Polizei ließ Zimmerman damals nach vorübergehender Festnahme laufen. Sie berief sich auf ein Gesetz, das den Bürgern in Florida das Recht einräumt, zu schießen, wenn sie sich ernsthaft bedroht fühlen. In die heftige Debatte über laxe Waffengesetze und Rassismus im US-Justizsystem schaltete sich auch US-Präsident Barack Obama ein.

"Der Verlust Ihres Sohnes tut mir leid", sagte Zimmerman am Freitag zu den Eltern. "Ich wusste nicht, wie alt er war, ich dachte, er sei etwas jünger als ich". Auch habe er nicht gewusst, ob Trayvon Martin bewaffnet war. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Kaution von einer Million Dollar gefordert, falls gegen Zimmerman keine Untersuchungshaft verhängt werde.

AFP AFP

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